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196 Schafe starben an den Pocken, der Staat tötete 7.316: 50 von 63 Ausbruchsherden liegen in Ostmazedonien

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196 Schafe starben an den Pocken, der Staat tötete 7.316: 50 von 63 Ausbruchsherden liegen in Ostmazedonien

An Schaf- und Ziegenpocken sind in Mazedonien bislang 196 Tiere verendet. Weitere 7.316 wurden eingeschläfert oder getötet - nicht weil alle krank waren, sondern weil die Bekämpfungsmaßnahmen es so vorschreiben.

Das Verhältnis dieser beiden Zahlen ist die ganze Geschichte. Auf jedes Tier, das an der Krankheit starb, kommen fast 37, die der Staat tötete, um sie aufzuhalten.

Wo das Epizentrum liegt

Nach Angaben der Agentur für Lebensmittel und Veterinärwesen ist die Krankheit derzeit an 63 Ausbruchsherden in vier Regionen bestätigt. Auf 53 Betrieben wurde eine Bestandsräumung durchgeführt.

Die Verteilung ist jedoch ungleich. In der Ostregion sind 50 der insgesamt 63 Herde registriert - 79,4 Prozent aller. Dort wurden 7.216 empfängliche Tiere erfasst, von denen 160 positiv getestet wurden, 156 verendeten und 4.815 im Rahmen der Maßnahmen eingeschläfert oder getötet wurden.

In der Nordostregion gibt es sieben Herde, in der Vardar-Region fünf und in der Region Skopje - einen.

Was das für den Züchter bedeutet

Stellt die Veterinäraufsicht einen Herd fest, geht der gesamte Betrieb in die Bestandsräumung. Nicht nur die kranken Tiere - die ganze Herde. Für eine Familie, die von Schafen lebt, ist das keine Statistik in einem Behördenbericht, sondern das Ende des Betriebs.

Die von der Agentur veröffentlichten Zahlen sagen nichts darüber, wie viele dieser 53 Betriebe entschädigt wurden, in welcher Frist und zu welchem Preis. Das ist der Teil, der in solchen Berichten in der Regel fehlt - und der einzige Teil, den ein Züchter liest.

Ostmazedonien trägt bereits 79 Prozent aller Ausbruchsherde. Es ist zugleich die Region, in der auch ohne Pocken die wenigsten Menschen bleiben, um dort zu arbeiten.