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Čupić führt Vardar zurück in die Elite, Alkaloid bricht Lovćen mit einem 6:0-Lauf, und die Handballerinnen holen den ersten Sieg in Tarent

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Čupić führt Vardar zurück in die Elite, Alkaloid bricht Lovćen mit einem 6:0-Lauf, und die Handballerinnen holen den ersten Sieg in Tarent

Čupić vor Vardars Rückkehr in die Elite: „Das Vardar-Trikot ist schwer und nicht für jeden“

Ivan Čupić, der Mann, der Vardar eines der wichtigsten Tore der Vereinsgeschichte schenkte, sitzt nun als Trainer auf der Bank - und führt den Klub im September nach vier Saisons Pause zurück in die Champions League. Der Kroate gewann den Titel in der mazedonischen Superliga, den ersten seit 2022, und damit das Ticket für die Elite. Seine Worte über den Klub sind nicht protokollarisch: „Nicht jeder kann für Vardar spielen und nicht jeder kann Trainer von Vardar sein. Das ist keine Frage einer Liebe, sondern eines Lebens.“ In Gruppe B warten MT Melsungen, Nantes und Wisła Płock, erster Gegner ist die deutsche Mannschaft von Roberto García Parrondo - früherer Vardar-Trainer und Čupićs eigener früherer Trainer. Das Ziel, sagt er, sind die ersten beiden Plätze. Das erste Heimspiel steigt am 16. September gegen Nantes, und Čupić nennt die Halle Jane Sandanski die heißeste Arena Europas. Der Sommer brachte sieben neue Spieler, darunter Matéo Faduil, zweitbester Torschütze der französischen Liga mit 204 Toren.

Alkaloid brach Lovćen mit einem 6:0-Lauf, Eurofarm Pelister führt die Gruppe an

In der Regionalliga beendeten beide mazedonischen Vertreter die Wochenendrunde mit Siegen. RK Alkaloid tat sich schwer: Zur Halbzeit stand es 18:18, und Lovćen ging zu Beginn der zweiten Hälfte sogar mit 19:18 in Führung. Dann legte die Mannschaft von Kiril Lazarov in sieben Minuten einen 6:0-Lauf hin, zog auf 24:19 davon und gewann am Ende deutlich mit zweistelligem Abstand. Ivan Džonov erzielte acht Tore, Marko Mitev sechs, Damjan Mitev und Nikola Kosteski je fünf. Bei den Montenegrinern traf Mrvaljević siebenmal. Eurofarm Pelister, angeführt von Petar Atanasijević mit 11 Toren, feierte den dritten Sieg und führt Gruppe A mit neun Punkten an, vor Alkaloid und Partizan mit je sechs. Dubočica hat drei, Lovćen keinen. Die mazedonische Superliga startet mit dem Derby Pelister - RK Ohrid, was zeigt, dass die heimische Konkurrenz vor der Europasaison ernst zu nehmen ist.

Mazedoniens Handballerinnen holten den ersten Sieg bei den Mittelmeerspielen

Die kombinierte Kadetten- und Juniorinnenauswahl Mazedoniens besiegte in Tarent Kosovo mit 27:21 und feierte den ersten Erfolg bei diesen Mittelmeerspielen. Das Spiel wurde über weite Strecken von mazedonischer Seite kontrolliert - disziplinierte Abwehr, Effizienz im Angriff und ein Vorsprung, der in der Schlussphase nicht mehr hergegeben wurde. Kapitänin Leona Milenkoska erzielte sieben Tore und war die Anführerin des Teams, Mila Ristovska steuerte fünf bei. Ristić und Trifunoska trafen je dreimal. Das ist eine Mannschaft aus Kadettinnen und Juniorinnen, die gegen ältere Gegnerinnen antritt - und genau deshalb ist das Ergebnis mehr wert als die Zahl in der Tabelle. Frauenhandball läuft hier seit Jahren als zweitrangiger Posten; diese Mädchen spielten, als wüssten sie nichts davon.

Die EHF bestrafte den kroatischen Verband mit 10.000 Euro wegen einer Fahne bei der Siegerehrung

Das Berufungsgericht der EHF entschied im Fall des kroatischen Handballverbands und des Spielers Matej Mandić. Bei der Siegerehrung der Männer-EHF EURO 2026 entrollte Mandić eine Fahne, die im Fahnenprotokoll des Verbands nicht vorgesehen ist. Die Berufung des kroatischen Verbands wurde abgewiesen und die Strafe von 10.000 Euro bestätigt, davon 2.500 zur Bewährung für zwei Jahre. Das Gericht gab der Berufung der EHF selbst teilweise statt und verhängte zusätzlich 2.500 Euro gegen den Spieler persönlich. Für einen Antrag beim Schiedsgericht bleiben 21 Tage. Der Balkan kennt diese Szene auswendig - ein Symbol auf dem Podium, dann die Rechnung. Die Frage, die die EHF nicht aufwirft: Warum ist das Fahnenprotokoll bis zum letzten Punkt präzise, während sportliche Strafen für weit schwerere Vergehen oft deutlich milder bemessen werden?

Die EHF European League mit neuem Format: fünf Phasen statt des alten Systems

Die EHF European League geht mit einem vollständig geänderten System in die Saison 2026/27. Statt des bisherigen Ablaufs hat der Wettbewerb nun fünf Phasen: Gruppenphase, Play-offs, Achtelfinale, Viertelfinale und Finalturnier. Zusätzlich steigen 12 aus der Champions League ausgeschiedene Teams in die Play-offs ein, zwei weitere ins Achtelfinale. Die Gruppenphase bleibt vertraut - acht Gruppen zu je vier Teams, die ersten beiden kommen weiter, für die übrigen 16 endet die Saison hier. Der Start ist am 29. und 30. September, auf zwei Tage verteilt, weil in jener Woche keine Champions-League-Spiele stattfinden. Die Gruppenphase endet mit dem sechsten Spieltag am 1. Dezember. Für die Klubs unserer Region ist das Chance und Falle zugleich: mehr Phasen bedeuten mehr Spiele für Mannschaften mit kleinen Kadern und noch kleineren Budgets.