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Zwei Schulen in Bitola arbeiten für je ein Kind, und 188 Erstklässler von den Listen des Innenministeriums tauchten nicht auf

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Zwei Schulen in Bitola arbeiten für je ein Kind, und 188 Erstklässler von den Listen des Innenministeriums tauchten nicht auf

In zwei Dorfschulen der Gemeinde Bitola findet der Unterricht in diesem Schuljahr für je einen Schüler statt. Ein Kind, eine Schule. Es sind die Schulen in Poeševo und Kremenica, und die Eltern haben ausdrücklich darum gebeten, dass die Kinder dort bleiben.

Gleichzeitig werden drei Dorfschulen - in Porodin, Kanino und Dihovo - stillgelegt. Die Gemeinde wählt ihre Worte sorgfältig: Sie werden nicht geschlossen, sie ruhen. Der Unterschied ist juristisch und für die Eltern wichtig, für das Dorf bedeutet er dasselbe. Die Bänke bleiben leer.

Die Zahl, die der Bürgermeister nicht kommentierte

Auf der Pressekonferenz hieß es, Bitola habe dieses Jahr rund 665 Erstklässler, ein paar mehr als im Vorjahr. Das klingt gut, bis man die zweite Zahl derselben Pressekonferenz betrachtet: Laut den Listen des Innenministeriums hätten 853 Schüler in die erste Klasse kommen müssen.

Die Differenz beträgt 188 Kinder. Der Bildungssektor der Gemeinde erklärt, die Einschreibung laufe noch und ein Teil der Familien sei im Ausland, könne aber zurückkehren. Die Formulierung stimmt. Die Frage ist, warum eine Gemeinde dieser Größe bis Ende September warten muss, um zu erfahren, wie viele Kinder ihr geblieben sind.

Optimierung - das Wort des Jahres im Bildungswesen

Die Optimierung beginnt in der ersten und sechsten Klasse und betrifft 13 Klassen an acht Grundschulen. Die übrigen Jahrgänge bleiben dieses Jahr unverändert, mit weniger als zwanzig Schülern - unter dem gesetzlichen Minimum. Kein Lehrer verliert seine Stelle, keiner wurde als Bildungsassistent versetzt.

Die Gesamtzahl der Grundschüler in der Gemeinde liegt bei 6.903. An den weiterführenden Schulen wurden im ersten Jahrgang 698 Schüler eingeschrieben - 11 weniger als im Vorjahr. Fünf weitere Dorfschulen haben keinen einzigen Erstklässler, arbeiten aber weiter, weil sie Schüler in höheren Klassen haben und weil die Dörfer noch leben.

„Lebende Dörfer“ ist die Formulierung der Gemeinde. Wo die Grenze verläuft, unterhalb derer ein Dorf aufhört zu leben, hat niemand definiert. Aber wenn eine Schule für ein einziges Kind arbeitet, ist diese Grenze nicht mehr weit.