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Selenskyj: Die Ukraine ist nicht ein bisschen später - und Amerika hat kein Team für zwei Kriege

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Wolodymyr Selenskyj ist deutlich: "Wir werden nicht über die Ukraine 'ein bisschen später' reden. Die Ukraine ist nicht 'ein bisschen später.' Die Ukraine steckt bereits in einer solchen Tragödie, dass wir einen Weg finden müssen, das parallel zu lösen."

Der ukrainische Präsident gestand in einem CNN-Interview aus Kiew ein, dass ein "grosses Risiko" besteht, dass die Bemühungen um ein Ende des Krieges in der Ukraine aufgeschoben werden, bis der Iran-Konflikt endet. Das Problem ist konkret: dasselbe US-Verhandlungsteam - angeführt von Gesandtem Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner - arbeitet gleichzeitig an beiden Konflikten.

Und die Waffen? Selenskyj enthüllt, dass der Iran-Konflikt Lieferungen gestört hat, die für die ukrainische Verteidigung kritisch sind, insbesondere Abfangraketen. Die amerikanische Produktionskapazität reicht schlicht nicht für zwei Fronten.

Die gute Nachricht: Die EU genehmigte einen entscheidenden 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine - Geld, das Selenskyj als Frage von "Leben und Überleben" bezeichnete. Der Kredit, zuvor von Viktor Orban blockiert, wurde nach dessen Wahlniederlage möglich. Mit diesen Mitteln kann die Ukraine bis zu 1.000 Abfangdrohnen täglich produzieren statt der bisherigen begrenzten Menge.

Aber der Kern bleibt: Die Ukraine wartet in der Schlange, während Amerika auf einem anderen Kontinent Brände löscht. Wie lange kann man warten, wenn jeden Tag Bomben fallen?