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Kyjiw unter dem bislang größten Angriff: 480 Drohnen, 25 Raketen und sieben hyperschnelle Zirkons in einer Nacht

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Kyjiw unter dem bislang größten Angriff: 480 Drohnen, 25 Raketen und sieben hyperschnelle Zirkons in einer Nacht

Kyjiw erwachte in Rauch, Feuer und Sirenen - erneut. Über Nacht führte Russland einen massiven kombinierten Angriff auf die ukrainische Hauptstadt aus, mit über 25 ballistischen Raketen, mindestens sieben hyperschnellen „Zirkon"-Raketen, rund 28 Marschflugkörpern und mehr als 480 Drohnen. Anwohner berichten von schwerem, beißendem Rauch über der Stadt nach den Explosionen und Bränden.

Schäden wurden an über 40 Orten in allen Teilen Kyjiws registriert - ein Zeichen, dass es nicht um isolierte Schläge ging, sondern um eine breit koordinierte Operation. Ein Drohnenschlag traf einen Parkplatz nahe dem Kyjiwer Höhlenkloster, einem der bedeutendsten religiösen Komplexe, und das Feuer breitete sich zum Dach der Mariä-Entschlafens-Kathedrale aus. Wenn das Ziel nicht mehr nur eine Industriezone ist, sondern auch historische Heiligtümer, ist die Botschaft klar: Nichts bleibt verschont.

Militärisch ist dieser Angriffstyp wegen des kombinierten Ansatzes besonders gefährlich. Ballistische Raketen lassen minimale Reaktionszeit, die hyperschnellen „Zirkons" sind weit schwerer abzufangen als langsamere Marschflugkörper, und die massiven Drohnenwellen zwingen die ukrainische Luftabwehr, Munition zu verbrauchen und stundenlang in ständiger Bereitschaft zu bleiben, ohne klare Pause zwischen den Wellen.

Das ist der Angriff, den Putin „lange angekündigt" hatte - Vergeltung im Raketengewand. Der Balkan weiß nur zu gut, was es heißt, wenn eine Stadt unter Bomben aufwacht; unsere Großeltern erinnern sich daran, und manche von uns erlebten es selbst in den neunziger Jahren. Die Frage, die über Europa schwebt, ist nicht, ob die Ukraine eine weitere Nacht übersteht, sondern wie lange die Welt dies als ferne Nachricht behandeln wird, statt als etwas, das eines Tages näher kommen kann, als wir denken.