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Serbien und Montenegro wieder auf Kriegsfuß: Einreiseverbot, dann Gegenmaßnahmen - die einfachen Leute als Geiseln

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Serbien und Montenegro wieder auf Kriegsfuß: Einreiseverbot, dann Gegenmaßnahmen - die einfachen Leute als Geiseln

Die Beziehungen zwischen Serbien und Montenegro haben sich erneut verschlechtert, diesmal wegen eines einzigen serbischen Journalisten. Der Chefredakteur eines bekannten serbischen Mediums wurde auf Montenegros Liste der mit Einreiseverbot belegten Personen gesetzt, und Belgrad kündigte sofort Gegenmaßnahmen an. Ein diplomatischer Streit zwischen zwei Nachbarn, die bis vor Kurzem denselben Staat teilten.

Montenegrinischen Quellen zufolge wurde das Verbot wegen angeblicher Hassrede gegen Montenegro und die Montenegriner verhängt, die angeblich auf einem Gipfel in Tivat gefallen sein soll. Auslöser war ein Vorfall, bei dem montenegrinische Dienste ein Flugzeug mit 87 serbischen Staatsbürgern zurückwiesen. Der Journalist wies die Vorwürfe zurück: „Ich war nicht beim Gipfel in Tivat und nicht in Montenegro, wie hätte ich also während des Gipfels sprechen können?"

Belgrad blieb nicht stumm. Von serbischer Seite hieß es, auch montenegrinische Funktionäre könnten auf einer ähnlichen Einreiseverbotsliste landen - ein klassischer „Auge um Auge"-Zug, der in der Diplomatie selten etwas löst und oft nur die Kluft vertieft. Beide Seiten spielen auf einem Feld, auf dem jede Maßnahme eine Gegenmaßnahme nach sich zieht.

Für den Balkan ist das eine bekannte Geschichte mit neuen Figuren. Zwei Länder, verbunden durch Sprache, Geschichte und Tausende Familien, die zu beiden Seiten der Grenze leben, zanken sich erneut über Verbote und Listen. Die Frage, die bleibt, ist, ob solche Schritte wirklich jemandes Würde verteidigen - oder einfach die einfachen Leute zu Geiseln machen, jene, die reisen, arbeiten und Verwandte jenseits der Grenze haben, Geiseln politischer Abrechnungen.