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Serbien kauft die chinesische HQ-9: Luftabwehr mit größerer Reichweite als die Patriot, mitten in einer NATO-vollen Region

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Serbien kauft die chinesische HQ-9: Luftabwehr mit größerer Reichweite als die Patriot, mitten in einer NATO-vollen Region

Serbien hat angekündigt, eines der stärksten Luftabwehrsysteme Europas zu kaufen - die chinesische HQ-9. Präsident Aleksandar Vucic verkündete den Kauf während einer Vorführung von Militärtechnik auf dem Flughafen Batajnica: „Wir kaufen jetzt die HQ-9 und wahrscheinlich noch etwas anderes."

Laut dem militäranalytischen Portal Military Watch könnte Serbien mit diesem System über eine Luftabwehr mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern verfügen - mehr als die amerikanische „Patriot" (200 km) und die französische SAMP/T NG (150 km), bei höherer Mobilität als die westlichen Pendants. Auf dem Papier bedeutet das die Fähigkeit, weite Flugverbotszonen über der Region zu schaffen.

Hier lohnt sich Nüchternheit. „Amerikaner in Alarmbereitschaft" und „eine Waffe, die alles verändert" sind Schlagzeilen, keine Fakten - es gibt keine offizielle Reaktion aus Washington, nur eine Analyse eines Fachportals. Dennoch ist der Kern real: Ein Balkanland, das kein NATO-Mitglied ist, kauft chinesische Spitzenwaffen, und das mitten in einer Region, die von Bündnismitgliedern umgeben ist.

Für die Nachbarn ist das nicht bloß eine technische Frage. Wenn ein Balkanstaat seinen Himmel mit chinesischer Technik bewaffnet, während ein anderer unter dem NATO-Schirm sitzt, verschiebt sich das Machtgleichgewicht in der Region leise. Die Frage ist nicht, ob Serbien das Recht hat, sich zu bewaffnen - jeder Staat hat es - sondern wohin das Wettrüsten führt, in dem jeder Nachbar stärker sein will als der andere.