Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Kroatiens Präsident Zoran Milanovic und Premierminister Andrej Plenkovic streiten wieder - diesmal darüber, ob kroatische Soldaten bei einer Militärparade in Paris mitmarschieren. Der Streit, an der Oberfläche zeremoniell, legt in Wahrheit einen tiefen Riss an der Spitze der kroatischen Macht offen.
Milanovic, der Oberbefehlshaber der Armee, weigerte sich, die Teilnahme an der Parade zu genehmigen. Als Grund nannte er, dass Frankreich zuvor die kroatische Einladung zum Gedenken an die „Operation Sturm" abgelehnt habe, weshalb er nun mit gleicher Münze zurückzahle. „Die Armee wird nicht gehen", erklärte er und betonte, dass allein der Oberbefehlshaber über solche Dinge entscheide.
Plenkovic konterte, es handle sich um eine zeremonielle Veranstaltung, die keiner präsidialen Genehmigung bedürfe, und die Zuständigkeit liege beim Verteidigungsminister, nicht beim Präsidenten. Er ging noch weiter - er drohte, den Generalstabschef, General Tihomir Kundid, zu entlassen, falls die Soldaten nicht geschickt würden. Die zwei mächtigsten Männer des Landes beschuldigen sich öffentlich, während das Militär als Geisel ihres Zwists dazwischensteht.
Auf dem Balkan kennen wir dieses Bild gut - zwei Institutionen, die statt zusammenzuarbeiten darum wetteifern, wer mehr Macht hat, während der Staat dasteht und wartet. Die Frage, die Kroatien offen lässt, ist einfach: Wenn sich Präsident und Premier nicht einmal über eine einzige Parade einigen können, was geschieht dann, wenn eine gemeinsame Entscheidung über etwas wirklich Ernstes nötig wird?
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