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Die Terrasse als Wohnzimmer unter freiem Himmel: Das Geheimnis liegt nicht im Geld, sondern in ein paar Entscheidungen

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Die Terrasse als Wohnzimmer unter freiem Himmel: Das Geheimnis liegt nicht im Geld, sondern in ein paar Entscheidungen

Der größte Einrichtungstrend für 2026 enthält kein einziges neues Möbelstück - er hat nur eine Idee: das Innenleben nach draußen zu holen. Er heißt „in & out", und das schönste Beispiel ist der Außenbereich der Schauspielerin und Model Blanca Romero, der zeigt, wie eine gewöhnliche Terrasse zu einem Wohnzimmer unter freiem Himmel werden kann.

Das Haus steht in Villaviciosa, nahe Gijón, auf einem weitläufigen Berggrundstück. Romero entwarf es selbst, inspiriert von ihrer Kindheit: „Ich habe es selbst gebaut, von Grund auf. Ich hatte es schon als kleines Mädchen im Kopf." Moderne Architektur, offener Grundriss, minimalistisches Interieur in einer neutralen Palette mit dominierendem Weiß und einem Pool als Mittelpunkt. Doch gerade der Außenbereich stiehlt die Schau.

Warum funktioniert es? Aus vier einfachen Gründen: Es folgt keiner Katalogästhetik, verbindet Vintage-Stücke mit zeitgenössischem Design, bezieht die Landschaft als Teil des Dekors ein und verkörpert genau den Sommertrend. Mit anderen Worten - es sieht nicht aus wie ein Bild aus dem Laden, sondern wie ein Ort, an dem jemand wirklich lebt.

Die Wärme draußen kommt nicht von allein. Da ist eine Pergola mit einem Schilfdach, das das Licht weich und organisch filtert, ein Terrakottaboden im „Fischgrät"-Muster - mediterrane Tradition, handgemacht. Der rustikale Holztisch mit unregelmäßiger Form ist der visuelle Kern, daneben ein Holztablett mit Seilgriffen und gestapelte Bücher, arrangiert wie aus einer Zeitschrift.

Die Details sind dort, wo der Charakter lebt. Eine Vintage-Konsole aus grauem Holz mit gealterter Patina verbirgt den Fernseher; ein Rattanstuhl mit handgefertigter, gefranster Leinendecke; ein zeitgenössischer Schaukelstuhl; Keramiktöpfe in Stein- und Dunkellehmtönen mit einem Bonsai. Nichts passt perfekt zusammen, und genau das ist der Punkt.

Das Grün ist Teil des Mobiliars, kein Schmuck darauf. Eine Jasminranke mit weißen Blüten duftet den Raum auf natürliche Weise und bringt Farbe; ein Sockel aus Naturstein, eingefasst mit Heidekraut und Kletterefeu. Die untere Zone ist aus sichtbarem Stein, die obere aus Heidekraut, und im Garten erstrecken sich der Pool und der Sonnenbereich mit Liegen in Pastelltextilien und Sonnenschirmen aus Naturfasern - eine Szene wie aus einem Boutique-Hotel.

Hinter all dem steht eine Philosophie, die dem „alles soll gleich sein" entgegensteht. Blanca Romero bricht bewusst die Symmetrie - eine Mischung statt eines Sets, Stücke, die nicht zusammenpassen, aber ein Zuhause schaffen. Die Terrassentür rahmt die Landschaft wie ein Gemälde, Pool und Garten sind durch sie zu sehen, und die Farben werden gerade durch diesen Rahmen intensiver.

Für eine Balkan-Realität, in der der Hof oft entweder Beton oder verwildertes Gras ist, ist die Lehre einfacher, als sie aussieht: Für einen warmen Außenraum braucht es keinen Reichtum, nur ein paar gute Entscheidungen. Ein wenig Schatten, natürliche Materialien, ein paar Töpfe und den Willen, nicht alles neu und perfekt zu haben. Blanca wählte „das Unvollkommene und Natürliche, das nie veraltet" - und das ist etwas, das sich auch ein knapper Geldbeutel zu eigen machen kann.