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Der Plattpfirsich, den alle übergehen: saftiger, süßer und billiger als jedes Superfood

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Der Plattpfirsich, den alle übergehen: saftiger, süßer und billiger als jedes Superfood

Es gibt eine Frucht, die jeden Sommer auf den Ständen liegt, und die meisten gehen daran vorbei, als gäbe es sie nicht - den Plattpfirsich, jenen, der aussieht wie ein von oben zerdrückter Pfirsich. Die Spanier nennen ihn „paraguaya", weltweit ist er auch als Donut-Pfirsich bekannt, und die Wahrheit ist: Er wird gerade deshalb unterschätzt, weil er ungewöhnlich aussieht. Unter dieser abgeflachten Schale verbirgt sich ein süßerer, weniger saurer Geschmack als beim gewöhnlichen Pfirsich.

Trotz des Namens kommt die Frucht nicht aus Paraguay - sie stammt vor Tausenden von Jahren aus China und gelangte über die Seidenstraße nach Europa. Vom gewöhnlichen Pfirsich unterscheidet sie sich in allem: flachere Form, weichere samtige Schale, saftigeres und faserigeres Fleisch und geringere Säure. Wer ihn einmal richtig kostet, kehrt selten zum harten Supermarktpfirsich zurück.

Die Auswahl ist leicht, wenn man weiß, worauf man achten muss: leicht weich beim Anfassen (nicht hart, nicht matschig), mit süßem Duft und gleichmäßiger Farbe. Ist er unreif, lass ihn ein bis drei Tage bei Raumtemperatur liegen; ist er reif, bewahre ihn drei bis vier Tage im Kühlschrank auf. Mehr verlangt er nicht als Aufmerksamkeit beim Kauf.

Und in der Küche ist er vielseitiger, als man denkt. Er passt hervorragend in frische Salate mit Käse, Walnüssen und Speck; er wird gebacken oder gegrillt als Beilage zu Fleisch; er kommt in Smoothies, Getränke und Cocktails; und in Desserts glänzt er in Tartes, Kuchen, Eis und Sorbet. Nur ein paar Ideen: ein Salat mit Plattpfirsich, Frischkäse und Croutons; ein hausgemachtes Sorbet; oder ein eisgekühltes Getränk mit Joghurt und einem Stück Plattpfirsich.

In einer Zeit, in der alle exotischen „Superfoods" mit unaussprechlichen Namen und noch unaussprechlicheren Preisen hinterherjagen, leistet eine gewöhnliche Saisonfrucht vom Markt dasselbe - und das saftiger und billiger. Manchmal ist das Beste auf dem Tisch nicht das, was die halbe Welt bereist hat, sondern das, was wir übergehen, weil es nicht effektvoll genug aussieht.