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Vance brüstet sich, die Hilfe für die Ukraine gestoppt zu haben: Europa kommt allein zurecht - die Amerikaner kaufen keine Waffen mehr

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Der amerikanische Vizepräsident JD Vance brüstet sich öffentlich damit, dass die Beendigung direkter Waffenlieferungen an die Ukraine „eine der Sachen ist, auf die er am stolzesten ist". Europa könne Waffen kaufen, wenn es wolle, sagte er - aber die Vereinigten Staaten kauften und lieferten nicht mehr. Das ist die offizielle politische Linie des amtierenden Vizepräsidenten der Exekutive.

Das ist keine Überraschung für alle, die Vance schon vor den Wahlen verfolgten. Schon 2022, als er für den Senat kandidierte, sagte er direkt: „Mich interessiert überhaupt nicht, was mit der Ukraine passiert." Heute steht er an der Spitze der Exekutive. Doch nicht einmal seine eigene Familie ist einig - sein Cousin Nate Vance kämpfte in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte. Der Heeresminister und Vance-Verbündete Daniel Driscoll unterstützt die Ukraine öffentlich. Innerhalb der Regierung ist die Frage alles andere als einstimmig.

Hinter der Rhetorik für die MAGA-Basis steckt ein strukturelles Ziel, argumentieren Analysten: Washington sucht einen diplomatischen Neustart mit Moskau, der politische und wirtschaftliche Versöhnung ermöglichen würde. Die Ukraine ist in diesem Kontext eine Verhandlungsmasse, kein strategischer Verbündeter.

Für den Balkan ist das keine abstrakte Debatte. Die Region beobachtet seit langem den Unterschied zwischen deklarativer und realer Unterstützung. Stärkt Vances Haltung die Position derer, die den Westen für einen unzuverlässigen Partner halten? Kommt nach der Ukraine der nächste an die Reihe? Das sind die Fragen, die leise durch die Balkan-Botschaften zirkulieren.