Teile von Butel und Centar heute ohne Strom - Museum für moderne Kunst sechs Stunden ohne Versorgung, warum keine SMS an die Kunden?
26.05.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Aus China, wo er sich auf offiziellem Besuch bei Xi Jinping befindet, hat Aleksandar Vučić offen zu verstehen gegeben, dass er an einen Rückzug denkt. Als Demonstranten in Belgrad skandierten, er sei "erledigt", antwortete er: "Ich bin bereit, mein Mandat läuft bald aus! Möglicherweise reiche ich bald meinen Rücktritt ein..." Der Satz ist keine leere Rhetorik - er ist das erste öffentliche Eingeständnis, dass die Belastung von über einem Jahr Studentenprotesten einen politischen Preis hat.
Die Proteste laufen seit November 2024, als am Bahnhof von Novi Sad ein Vordach einstürzte und 15 Menschen tötete. Die Studentenmobilisierung wuchs zu einer der größten politischen Bewegungen in Serbien seit Jahrzehnten heran - unter dem Slogan "Die Studenten siegen". Am Samstag fand am Slavija eine weitere große Kundgebung statt. Polizei und Organisatoren haben fast gegensätzliche Teilnahmezahlen, ein Standardbild einer politischen Krise, in der die Zahlen selbst lauter sprechen als die Redner.
Aus China rief Vučić die Demonstranten erneut zum Dialog auf und behauptet, ein solches Engagement sei wichtiger als politische Differenzen. Ein Dementi zu bezahlten Agitatoren (er behauptet, "Milliarden seien in erfolglose Versuche investiert worden, Serbien zu destabilisieren"), Lob für die Polizei, und Kritik am Europaabgeordneten Andreas Schieder, der über Störungen im Bahnverkehr schrieb - ein komplettes Paket regimetypischer Antworten, das die Frage trotzdem umgeht: Ist das wirklich das Ende?
Für den Balkan wäre die Szene vertraut. Ein Anführer, der lange Jahre regiert, signalisiert Rückzug, und das ist entweder ein Zeichen einer echten politischen Krise oder einer taktischen Erpressung vor einer noch größeren Machtkonzentration. Die Geschichte der Region hat beide Fälle. Vučić hat im Moment eine konkrete Krise - Studenten, die nicht weichen, Spannungen innerhalb der Partei und ein Protest, der zum ersten Mal in dieser Zeit nicht zerfällt.
Was folgt? Wenn Vučić wieder in Belgrad auftaucht und sich wie gewohnt verhält - war es Taktik. Wenn er Nachfolgemechanismen aktiviert oder Parlamentswahlen beschleunigt - bewegt sich etwas. Allerdings ist der Rücktritt eines Anführers desselben Systems nach 12 Jahren kein Verfahren, das schnell passiert. Es ist ein operativer Prozess, der einen ordentlich benannten Nachfolger, eine loyale Spitze im Sicherheitsapparat und eine kontrollierte Medienbotschaft erfordert. Nichts davon ist noch in Bewegung.
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