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Das schwarze Kleid, das Diana am selben Abend trug, an dem Charles Camilla eingestand, kommt im Dezember unter den Hammer

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Das schwarze Kleid, das Diana am selben Abend trug, an dem Charles Camilla eingestand, kommt im Dezember unter den Hammer

Es gibt Kleider, die man sich merkt, weil sie schön sind, und es gibt Kleider, die man sich merkt, weil sie eine Antwort waren. Dianas schwarzes Seidenkleid vom 29. Juni 1994 gehört zur zweiten Gruppe, und am 9. Dezember dieses Jahres kommt es in New York bei Sotheby's zur Auktion.

Die Schätzung liegt zwischen 150.000 und 300.000 Dollar, also etwa 110.000 bis 221.000 Euro. Auktionshäuser treffen bei Diana selten ihre eigene Schätzung, und hier erwartet man, dass der Endpreis die Millionengrenze in Euro überschreitet. Vor der Auktion reist das Kleid zu Ausstellungen nach London, Hongkong und Genf.

Die Designerin ist Christina Stambolian. Das Kleid hing drei Jahre im Schrank, nie öffentlich getragen - Stylistin Anna Harvey sagt, Diana habe es für zu gewagt gehalten. Dann kam der Abend, an dem Charles in einem Fernsehinterview seine Beziehung zu Camilla Parker Bowles öffentlich einräumte.

Das ist der Schlüssel der ganzen Geschichte. Am selben Abend, im selben Land, in derselben Nachrichtensendung - er gab ein Statement ab, und sie ging hinaus. Niemand musste etwas erklären. Seither heißt das Kleid „das Rache-Kleid“, und diesen Namen hat nicht sie vergeben.

Zum Ensemble gehörte auch Schmuck: eine Kette aus Perlen und Saphir, gefertigt aus einer Brosche, die ihr die Königinmutter geschenkt hatte, Ohrringe mit Perlen und Diamanten von Collingwood und ein Saphirarmband, das ein Geschenk des Emirs von Katar gewesen sein soll.

Was Dianas Kleidung heute wert ist. 2023 wurde ein Samtkleid von Victor Edelstein aus ihrer Garderobe für 604.800 Dollar verkauft - das Fünffache der Schätzung. Ihr bekannter Schafspullover erzielte 1,1 Millionen Dollar, das Vierzehnfache der Anfangsschätzung. Der Markt hat also schon zweimal gezeigt, dass Schätzungen bei Diana konservativ sind.

Ein Teil des Erlöses geht an die Wohltätigkeitsfonds NHS Lothian Charity und Royal Edinburgh Hospital. Das ist der Punkt, an dem sich die Geschichte sauber schließt - ein Stück, entstanden als private Antwort auf eine öffentliche Demütigung, zahlt zweiunddreißig Jahre später jemandes Krankenzimmer.