Skip to content

Zaev kam fuenf Minuten vor Schluss in die Bihacka: SDSM feiert 35 Jahre, Crvenkovski fehlt

1 Min. Lesezeit
Teilen

Zoran Zaev erschien zur Feier von 35 Jahren SDSM - fuenf Minuten vor Schluss, nachdem alle Reden und Musik vorbei waren. Was macht ihr so, Genossen, sagte er laechelnd und erntete Applaus. Es folgten Umarmungen, Fotos und die bekannte Vertrautheit. Zaev kam von einer Dokumentarfilm-Premiere in Skopje - er hat immer einen guten Grund fuer Verspaetungen.

Vor ihm hielt SDSM-Vorsitzender Venko Filipce eine Rede, in der er die Partei als grosse Idee fuer Mazedonien bezeichnete und an Schluesselmomente erinnerte - die Unabhaengigkeit, das Ohrid-Rahmenabkommen, die NATO-Mitgliedschaft. Die SDSM ist bereit fuer Wahlen, wann immer noetig, sagte Filipce und fuegte Kritik an dem hinzu, was er falschen Patriotismus nannte.

Auch Buckovski und Zecevic kamen, doch Branko Crvenkovski fehlte - ein Detail, das nicht unbemerkt bleibt. Eine 35-jaehrige Partei mit mehr ehemaligen Anfuehrern als aktuellen Ideen? Oder eine Organisation, die trotz allem weiter existiert, waehrend andere auseinanderfallen?

Zaev tat, was er am besten kann - kam spaet, machte eine Szene und ging. Die Frage ist, ob seine Anwesenheit in der Bihacka-Strasse ein Zeichen fuer eine Rueckkehr ist oder nur ein nostalgisches Picknick. Die SDSM feiert 35 Jahre, doch ihre groessten Errungenschaften - NATO-Mitgliedschaft, Prespa-Abkommen - bleiben in der Oeffentlichkeit umstritten. Ist der Geburtstag ein Anlass zum Feiern oder zum Hinterfragen?