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Zu viel Creme vor der Foundation betont deine Fältchen: eine Make-up-Artistin erklärt, warum mehr nicht besser ist

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Zu viel Creme vor der Foundation betont deine Fältchen: eine Make-up-Artistin erklärt, warum mehr nicht besser ist

Es gibt eine Regel, die die halbe Kosmetikbranche leise verschweigt: Zu viel Feuchtigkeitscreme vor der Foundation kann deine Fältchen betonen, statt sie zu verbergen. Nicht, weil die Creme schlecht ist - sondern weil mehr nicht besser bedeutet. Der Make-up-Artist Xabier Rodrigues erklärt den Mechanismus, den kaum jemand versteht.

„Wenn die Haut sehr trocken ist, kann eine reichhaltige Feuchtigkeitscreme helfen, die Foundation besser aufzutragen”, sagt er. Auf trockener Haut hilft dieser Überschuss der Foundation tatsächlich, leichter zu gleiten. Das Problem beginnt, wenn die Haut überladen wird. Im Lauf des Tages bewegt sich das Gesicht - du lächelst, sprichst, runzelst die Stirn - und die Foundation verschiebt sich und sammelt sich genau in diesen feinen Linien. „Wenn die Haut überfeuchtet ist, sammeln sich alle Pigmente in diesen Linien”, sagt Rodrigues. Jene winzigen Pünktchen, die man aus der Nähe manchmal sieht, sind einfach Make-up, das sich in den Poren staut.

Warum die Creme die Linien betont

Die Haut lebt - sie hat Poren, Textur, Falten und Bewegung. Deshalb verändert sich Make-up im Lauf des Tages. Eine zu reichhaltige Creme, ein überladenes Serum oder mehrere Pflegeschichten schaffen eine Oberfläche, über die die Foundation rutscht und leichter aufbricht. Auf fettiger Haut ist der Effekt noch sichtbarer: Der Talg mischt sich mit Creme, Foundation, Concealer und Puder und „all das ergibt eine Art Paste”, sagt Rodrigues. Und diese Paste betont die Linien und Poren genau dort, wo du Leichtigkeit wolltest.

Weder zu viel, noch zu wenig

Die Haut will Balance. Übertreibst du es, verschiebst du das Make-up. Nimmst du zu wenig, bricht die Foundation auf. In beiden Fällen werden die Linien sichtbarer. Trockene Haut will Komfort, fettige will leichtere Texturen, und dehydrierte will vielleicht Wasser, aber keine schwere Creme. Der Schlüssel ist, zu beobachten, wie sich deine Haut an diesem Tag verhält - und nicht einer universellen Regel aus einer Werbung zu folgen.

Der einfachste Trick

Lass die Haut atmen. Rodrigues rät, die Creme aufzutragen und „ein paar Minuten” zu warten, bevor du mit der Foundation beginnst. Diese Zeit lässt die Haut die Pflege aufnehmen und die Foundation mit einer stabileren Textur empfangen. Ein praktischer Tipp: Während du wartest, pflege deine Hände oder deinen Körper. Wenn du zum Gesicht zurückkehrst, ist die Haut bereit, aber ohne Überschuss an der Oberfläche. Und noch etwas - verteufle den Puder nicht. Ein gut gewählter Puder, dort aufgetragen, wo er hingehört, fixiert und glättet die Textur. Die Angst, dass Puder altern lässt, ist mehr Mythos als Tatsache.