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Acht Tote auf einer ungarischen Autobahn: Ein Minibus mit moldauischen Kennzeichen und eine bekannte Balkangeschichte

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Acht Tote auf einer ungarischen Autobahn: Ein Minibus mit moldauischen Kennzeichen und eine bekannte Balkangeschichte

Acht Menschen starben bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn M1 bei Győr, in Westungarn, etwa 122 Kilometer westlich von Budapest. Der Unfall ereignete sich am Freitagmorgen, und unter den Opfern befinden sich laut ungarischen Behörden keine inländischen Bürger - alle sind Ausländer.

Der Ablauf der Ereignisse ist brutal in seiner Einfachheit. Zuerst prallte ein Lkw mit moldauischem Kennzeichen auf am Kilometer 115 abgestelltes Baugerät, wobei das Führerhaus in Brand geriet und sich das Feuer dann auf die Ladung ausbreitete. Kurz darauf raste ein Minibus mit neun Insassen, ebenfalls mit moldauischem Kennzeichen, in den stehenden Lkw.

Die Bilanz ist schwer: sieben Tote bei dem Zusammenstoß zwischen Minibus und Lkw, ein weiteres Opfer aus dem ursprünglichen Unfall mit dem Baugerät und zwei Verletzte. Feuerwehrleute aus Győr verhinderten, dass sich das Feuer weiter ausbreitete. Der ungarische Premier bestätigte, dass die Opfer ausländische Staatsbürger waren, präzisierte ihre Nationalitäten jedoch nicht.

Hinter jeder solchen Zahl steht etwas, das der Balkan nur allzu gut kennt - Menschen auf der Straße, fern der Heimat, unterwegs für die Arbeit oder für ein Leben, das besser ist als das, das sie zurückließen. Moldauische Kennzeichen auf einer Autobahn in Ungarn erzählen die ganze Geschichte einer Region, die die Menschen verlassen. Wie viele der Unseren sind jeden Tag auf eben diesen Straßen, in eben diesen Minibussen, zu eben diesen ungewissen Zielen?