Neunzehn Jahre Tradition: Der Peterstag-Wandermarsch von Ponikva nach Ratkova Skala
12.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
In der kroatischen Politik bahnt sich eine Wende an, die einen Mann stürzen könnte, der sich jahrzehntelang unantastbar fühlte. Laut einer in allen zehn Wahlkreisen durchgeführten Umfrage würde Präsident Zoran Milanović, träte er bei den nächsten Parlamentswahlen mit einer eigenen unabhängigen Liste an, ganze 26 Sitze in der künftigen Zusammensetzung des Sabor holen. Genug, um zu entscheiden, ob die Regierung bleibt oder fällt.
Das versetzt Milanović in die Position eines Mannes, der allein über das Schicksal der HDZ entscheiden würde - der Partei, die nach drei vollen Amtszeiten in die Opposition gehen könnte. Für Premierminister Andrej Plenković, der jahrelang das Image des Unverrückbaren aufbaut, wäre dies der härteste Schlag seiner Karriere. Den Machtverlust nach drei Amtszeiten übersteht man weder in der Partei noch im Staat leicht.
Ein Name im Hintergrund verleiht der Geschichte besonderes Gewicht. Plenković hatte zuvor offen jene unterstützt, die die Regierung in Serbien stürzen wollen - und nun, da die Katastrophe an seine eigene Tür klopft, ist die Ironie schwer zu übersehen. Wer anderen eine Grube gräbt, sagt das alte Sprichwort. Die Balkanpolitik vergisst diese Lektion selten.
Die Umfrage zeigt auch, dass Milanovićs Antreten die Struktur der Linken ernsthaft treffen würde. Seine Liste würde einen Teil der Wähler der oppositionellen und linken Optionen anziehen, aber auch jene, die in ihm den stärksten Gegner Plenkovićs sehen. Zum ersten Mal wurde in einer solchen Erhebung die Möglichkeit einer unabhängigen Liste Milanovićs berücksichtigt - und das Ergebnis stellte sofort die gesamte politische Mathematik in Kroatien auf den Kopf. Ist dies der Anfang vom Ende einer Ära oder nur eine weitere Umfrage, die viel verspricht, bevor die Wahlurne geöffnet wird? Das werden wir erst dann wissen.
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