Vergiftete Salami mit Lanate neben einem Kinderspielplatz in Kisela Voda: Ein Gramm tötet einen Menschen
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23.04.2026
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Der ungarische Premierminister Peter Magyar, Anführer der Partei TISA nach den Aprilwahlen, schlägt vor, die Visegrád-Gruppe von vier auf acht Mitglieder zu erweitern - und unter den Eingeladenen ist auch Kroatien. Die Idee klingt schmeichelhaft für Zagreb, doch Analysten bemerken sofort „eine kleine, unangenehme Situation".
Bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin kündigte Magyar an, beim Gipfel der Visegrád-Vier am 23. Juni eine Einladung für Österreich, Deutschland, Kroatien, Slowenien und Rumänien vorzuschlagen. „Um gemeinsam ein starkes Mitteleuropa aufzubauen", sagte er.
Der politische Analyst Davor Đenero sagt, eine kroatische Mitgliedschaft würde dem Land unverhältnismäßigen Einfluss im Europäischen Rat verschaffen - doch genau dort beginnen die Komplikationen.
Der Kern des Problems ist die Rivalität zwischen Brüssel und Washington. Viele der vorgeschlagenen Mitglieder haben besondere Beziehungen zu den USA: Polen, Österreich, der pro-Trump-Premier der Slowakei Robert Fico, der Trump-geneigte Tscheche Andrej Babiš. Wo würde sich Kroatien in dieser Spaltung einordnen - bei Brüssel oder bei Washington?
Weitere Unbekannte sind Magyars Energiepolitik, Ungarns Haltung zu den Gaspipelines und die Beziehungen der neuen Regierung von Janez Janša in Slowenien zu den USA und Israel. „Die Visegrád-Gruppe bietet erhebliche Vorteile, aber Vorsicht ist die Mutter der Weisheit", schließt Đenero.
Für den Balkan-Leser ist dies eine vertraute Wahl ohne gute Antwort - sich einem Block zuzuwenden, bedeutet, den anderen zu verärgern. Kleine Staaten in Mittel- und Südosteuropa balancieren ständig auf diesem Seil: nah genug an den Mächtigen, um zu profitieren, vorsichtig genug, um nicht zum Bauern zu werden. Die Frage ist nur, ob Kroatien das Gleichgewicht zu halten weiß - oder in eine Wahl gedrängt wird, die es nicht will.
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