Норвешката принцеза Мете-Марит доби нов бел дроб: болеста не прашува за титула
17.06.2026
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16.06.2026
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14.04.2026
07.11.2025
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Es gibt Nachrichten, die man mit angehaltenem Atem liest, weil der Fehler nicht zu korrigieren ist. Das Atomkraftwerk Saporischschja - das größte Europas - wurde erneut getroffen. Laut der Leitung des Kraftwerks traf der Angriff die Transportzone: drei Fahrzeuge wurden beschädigt, zwei brannten vollständig aus, samt Treibstoffpumpen und Werkstattfenstern. Glücklicherweise diesmal - ohne Opfer.
Die Leitung teilte mit, dass der Strahlungspegel "im normalen Rahmen" bleibe und das Kraftwerk "unter Kontrolle des Personals" arbeite. Der Angriff, so heißt es, sei auf das Versorgungs- und Personaltransportsystem gerichtet gewesen, nicht auf die Reaktoren selbst. Das klingt beruhigend, bis man bedenkt, was der Satz "diesmal gab es keine Opfer" bedeutet - dass es auch eine Version mit Opfern gibt, und dass diese Version jeden Tag über einem solchen Ort schwebt.
Denn genau das ist die Wahrheit, die keine offizielle Mitteilung laut aussprechen will: ein Atomkraftwerk in einer Kriegszone ist eine Katastrophe, die auf ihren Einsatz wartet. Die Anlage läuft unter Kriegsbedingungen, unter internationaler Aufsicht, und hängt von etwas scheinbar Banalem ab - Fahrzeugen, Treibstoff, Menschen, die zur Schicht kommen. Wenn diese Versorgung Ziel von Angriffen ist, ist es eine Frage des Wann, nicht des Ob, dass etwas Ernsteres geschieht.
Für den Balkan, der eine nukleare Katastrophe nur aus den Schulbüchern über Tschernobyl kennt, ist das keine ferne Nachricht. Eine Wolke kennt keine Grenzen, und der Wind liest keine Pressemitteilungen. Wenn sich zwei Konfliktparteien gegenseitig die Schuld zuschieben, wer auf den Reaktor schießt, schaut die Welt zu und fragt sich eines: Wie oft muss sich die Gefahr wiederholen, bis jemand mit echter Macht genug sagt - bevor der Fehler zu dem wird, der sich nicht mehr beheben lässt?
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