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Novaci steckte 77,5 Millionen Denar in die Industriezone und hat bislang zwei Baustellen und keinen einzigen laufenden Betrieb

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Novaci steckte 77,5 Millionen Denar in die Industriezone und hat bislang zwei Baustellen und keinen einzigen laufenden Betrieb

Aus Novaci kam eine Projektliste, die beeindruckend klingt, wenn man sie am Stück liest: 26 Millionen Denar für Wasserversorgung und Kanalisation in der Industriezone, rund 50 Millionen für die internen Straßen, Beleuchtung in der Industriestraße 3. Insgesamt etwa 77,5 Millionen Denar, investiert in die Zone. Dazu eine Kläranlage in Dobromiri für 31 Millionen, ein Bewässerungssystem für rund 90 Millionen - und dieses ist, anders als die übrigen, ein EU-Zuschuss über das IPA-Programm.

Doch hier das erste Detail, das auffällt. Während die einen Mitteilungen von 77,5 Millionen in der Industriezone sprechen, beschreibt Bürgermeister Stevče Stevanovski dieselbe Zone als „das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte der Gemeinde Novaci, mit einer Gesamtinvestition von bis zu 120 Millionen Denar“. Die Differenz zwischen dem bisher Investierten und dem angekündigten Gesamtbetrag liegt bei rund 42 Millionen Denar. Das ist kein Widerspruch - das eine ist realisiert, das andere ist Planung. Das Problem ist, dass beide Zahlen in die Öffentlichkeit wandern, ohne dass dieser Unterschied benannt wird.

Die zwei Fabriken

Das Ergebnis ist laut Mitteilung, dass zwei Unternehmen, die Baugrundstücke gekauft haben, Genehmigungen erhielten und mit dem Bau begannen. Zwei. Für 77,5 Millionen Denar investierte Infrastruktur bislang zwei Baustellen - und kein einziger laufender Betrieb.

Das muss kein Scheitern bedeuten. Eine Industriezone mit vollständiger Infrastruktur ist die Voraussetzung für Investitionen, nicht selbst eine Investition, und die Wirkung misst sich in Jahren, nicht in Monaten. Doch genau deshalb bleibt der Satz, den auch der Bürgermeister wiederholt - „neue Fabriken, neue Unternehmen und neue Arbeitsplätze“ - ein Versprechen im Futur. Die Zahl, die in der gesamten Mitteilung fehlt, ist die einzige, die einen Einwohner von Novaci wirklich interessiert: wie viele Menschen bisher eingestellt wurden.

Der Rest der Liste ist kommunale Routine, wie sie jede Gemeinde abarbeitet: eine neue Straßenkehrmaschine, ein Greiferkipper, ein Hubfahrzeug, Behälter zur Mülltrennung. 1.100 Setzlinge entlang des Sport- und Erholungswegs gepflanzt und weitere 130 Ahornbäume in der Industriezone. Eine asphaltierte Straße zum Kloster „Geburt der Allerheiligsten Gottesmutter“ und ein gepflastertes Plateau vor dem Klostersaal, insgesamt rund 20 Millionen Denar.

Die Subventionen für junge Menschen sind der konkreteste Teil: einmalig 10.000 Denar für Erstklässler, je 6.000 für Schüler von der zweiten bis zur neunten Klasse, Tablets für die vierte Klasse, 12.000 Denar für Studierende im ersten Jahr an einer staatlichen Hochschule und subventionierte Führerscheine für unter 26-Jährige. Das ist Geld, das direkt in den Haushalten ankommt, und dafür muss man nicht jahrelang auf eine Wirkung warten.

Die Frage, die bleibt: Warum wird diese ganze Liste als Parteimitteilung veröffentlicht und nicht als Gemeindebericht mit einer Umsetzungstabelle? Wenn ein aus dem Haushalt finanziertes Projekt über eine Partei präsentiert wird, verschwindet die Grenze zwischen dem, was die Gemeinde geleistet hat, und dem, was jemand verspricht - und genau diese Grenze müsste der Wähler sehen.