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89-Jähriger mit Maschinenpistole in Athen: Er schoss an zwei Orten wegen verweigerter Rente

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Ein 89-jähriger Mann wurde in Athen festgenommen, angeklagt wegen zweier bewaffneter Angriffe an verschiedenen Orten in der griechischen Hauptstadt. Die Zahl der Verletzten - vier. Das Motiv - nach griechischen Quellen war ihm der Rentenantrag abgelehnt worden.

89 Jahre. Keine Rente. Mit Maschinenpistole. Ein Szenario, das man in ein Filmdrehbuch schreibt - und das Produktionshaus würde es als unglaubwürdig ablehnen. Aber in Griechenland 2026 - das ist ein Test einer Gesellschaft, die seit Jahrzehnten zwischen bürokratischer Ineffizienz und sozialer Instabilität balanciert.

Die griechischen Behörden haben den Angreifer beim ersten Versuch nicht gefasst. Er führte zwei getrennte Angriffe durch und floh. Nach einigen Stunden wurde er lokalisiert und festgenommen. Die griechische Polizei verrät nicht, ob die Waffe registriert war. Das ist ein wichtiges Detail, das meist größere Konturen verbirgt.

Für das Rentensystem in Griechenland ist dieser Fall ein größerer Schlag als 1000 politische Reden über Reformen. Rentenablehnungen kommen meist wegen eines formalen Mangels - nicht eingezahlter Beiträge aus den 1970ern, oder einer administrativen Prozedur, die eine "Unterschrift verlangt, die nicht zu beschaffen ist". Ergebnis - alte Menschen bleiben ohne Einkommen in einem Haus, in dem kein Familienmitglied helfen kann.

Für den Balkan ist das keine ferne Nachricht. Mazedonische Rentner haben täglich dieselben Forderungen. Griechische Alte haben mehr - aber auch sie sind offensichtlich nicht alle zufrieden. In Skopje warten "Rentensystemreformen" seit Jahrzehnten. Die griechische Erfahrung zeigt, was passiert, wenn ein Fall nicht rechtzeitig gelöst wird.

Die Frage, die die griechischen Behörden nicht beantwortet haben: Welche Folgen wird dieser Fall für das Rentensystem haben? Wird es eine Überprüfung des abgelehnten Antrags geben, oder wird man nur Beileid für die Opfer unterzeichnen?