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500 falsche Bombendrohungen in fünf Tagen: Kroatien unter koordiniertem Angriff, Spur führt ins Ausland

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Kroatien wird von einer Welle falscher Bombendrohungen heimgesucht - und die Welle hört nicht auf. In den letzten Tagen erschütterten Hunderte von Meldungen Zagreb, Split, Rijeka und Dubrovnik. Grund- und weiterführende Schulen, Redaktionen, Regierungsbehörden, Einkaufszentren, sogar der Flughafen Split - alle bekamen eine Drohung per E-Mail. Das Ergebnis: Evakuierungen, Panik bei Eltern, Kinder auf der Straße statt im Klassenzimmer.

Die Zahl ist erschütternd - über 500 Falschmeldungen in nur fünf Tagen. Die kroatische Polizei ist im Einsatz, hat aber bestätigt, dass die Drohungen von ausländischen Servern, über ausländische Domains kommen. Die Ermittlungen laufen zusammen mit europäischen Partnern. Bisher: kein einziger Täter identifiziert.

Innenminister Davor Božinović nannte dies „hybride Kriegsführung". Starke Worte - aber auch das Eingeständnis, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Jugendstreich handelt. Die kroatische Polizei stellte fest, dass ein Teil der Drohungen aus denselben Quellen stammt, dass es ein Muster gibt, dass jemand mit Ressourcen und Absicht dahintersteht.

Psychologen warnen bereits: Bei Kindern, die wiederholt falschen Alarmen ausgesetzt sind, entsteht eine dauerhafte Angst - Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen, das Gefühl, die Welt sei gefährlicher, als sie ist. Ob „hybrid" oder nicht, die Folgen sind sehr real.

Der Balkan erinnert sich an Destabilisierungskampagnen. Diese sieht nicht zufällig aus - aber wer sie verschickt und warum gerade jetzt, ist noch Thema der Ermittlungen.