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Ab August werden die Banken wieder teurer: ein Rentner zahlt bis zu 100 Euro im Jahr nur an Schaltergebühren

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Ab August werden die Banken wieder teurer: ein Rentner zahlt bis zu 100 Euro im Jahr nur an Schaltergebühren

Ab August führen die Banken in Mazedonien deutliche Gebührenerhöhungen ein - und die größte Last fällt wie üblich auf jene, die sie am wenigsten tragen können: Rentner und Familien. Ein Rentner, der Rechnungen am Schalter zahlt, wird bis zu 100 Euro im Jahr allein an Gebühren zahlen, eine vierköpfige Familie mindestens 200 bis 250 Euro.

Die größte prozentuale Erhöhung trifft genau dort, wo es wehtut - beim Bezahlen von Rechnungen am Schalter. Die Gebühr springt um über 33 Prozent, von 90 auf 120 Denar pro Transaktion. Ein Rentner, der vier monatliche Rechnungen zahlt (Strom, Wasser, Telefon, Internet), zahlt allein dafür rund 480 Denar mehr im Monat. Mit der Kontoführungsgebühr übersteigen die jährlichen Kosten 6.000 Denar - über ein Fünftel der durchschnittlichen Rente, die 2026 bei rund 27.500 Denar liegt.

Die Liste hört da nicht auf. Neue SWIFT-Gebühren für Auslandsüberweisungen, eine einmalige Gebühr von 1 bis 1,5 Prozent auf subventionierte Wohnkredite (von 600 bis über 1.200 Euro, je nach Höhe), Gebühren von bis zu 0,4 Prozent auf Devisenzahlungen. Ein systematisches Auspressen jeder Transaktion - genau das, was man sonst „Dienstleistung” nennt.

Der Gouverneur der Nationalbank, Trajko Slaveski, sagte, er sei von diesen Entscheidungen „unangenehm überrascht” und sie liefen den Bemühungen zuwider, erschwingliche digitale Zahlungen zu fördern. Doch die Überraschung des Gouverneurs hilft den Rentnern wenig. Die Nationalbank räumt ein, keine direkte gesetzliche Befugnis zur Regulierung der Gebührenhöhe zu haben - was bedeutet: die Banken können, und die Bürger zahlen. Wenn der Regulierer „Alarm schlägt”, statt zu regulieren, wer schützt dann genau die Menschen am Schalter?