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Bitola verspricht E-Bikes für 4,8 Millionen Denar: nützliche Idee oder nächster Fototermin?

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Bitola verspricht E-Bikes für 4,8 Millionen Denar: nützliche Idee oder nächster Fototermin?

Bitola will eine „Fahrradstadt" werden - und diesmal ist das nicht nur ein Slogan in einem Plan, der in der Schublade landet. Bürgermeister Toni Konjanovski kündigte in einer Ratssitzung ein neues Projekt an: E-Bikes zum Mieten an mehreren Standorten in der Stadt, verfügbar per App zu, wie es heißt, „symbolischen Preisen".

Für die Beschaffung der Räder wurden im Umweltprogramm für 2026 4.800.000 Denar bereitgestellt. Laut Ratspräsident Bojan Bojkovski werden die Bürger an mehreren Punkten ein Rad mieten und die neu gebauten Radwege in der Stadt nutzen können.

Die Idee ist gut und längst überfällig - Bike-Sharing-Systeme funktionieren in Dutzenden europäischer Städte und entlasten die Straßen tatsächlich. Die Frage liegt, wie immer bei uns, nicht in der Ankündigung, sondern in der Wartung: Wer repariert die kaputten Räder, wer lädt die Akkus, und sind die Räder in zwei Jahren noch funktionsfähig oder verstreut und kaputt, so wie schon mehr als ein ähnliches Projekt in Mazedonien endete.

Die Menschen in Bitola haben vorerst Grund zu vorsichtigem Optimismus. Geht das Projekt wie geplant an den Start, bekommt die Stadt wirklich etwas Nützliches für den Alltag. Endet es aber als Fototermin zur Eröffnung mit Rädern, die bald rosten - dann sind 4,8 Millionen Denar nur ein weiterer Posten auf der langen Liste guter, schlecht umgesetzter Ideen.