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Menschen mit Hämophilie seit über einem Jahr im Leidensweg: Der Staat kann ein Medikament für ein paar Hundert Menschen nicht bereitstellen

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Menschen mit Hämophilie seit über einem Jahr im Leidensweg: Der Staat kann ein Medikament für ein paar Hundert Menschen nicht bereitstellen

Es gibt Probleme, die für den Großteil der Öffentlichkeit unsichtbar sind, für einige Familien aber eine Frage des Lebens. Menschen mit Hämophilie in Mazedonien leben, wie auf einer Pressekonferenz alarmiert wurde, seit mehr als einem Jahr in einem regelrechten Leidensweg wegen eines Mangels am Medikament "Faktor 8" - der Therapie, ohne die sich diese Krankheit nicht kontrollieren lässt.

Hämophilie ist ein Zustand, bei dem das Blut nicht normal gerinnt, sodass selbst die kleinste Verletzung lebensbedrohlich werden kann. "Faktor 8" ist kein Luxus und keine Zusatztherapie - es ist das Medikament, das diese Patienten am Leben und funktionsfähig hält. Wenn die Mengen auf Monate begrenzt sind, sind die Patienten gezwungen zu warten, zu rationieren und in ständiger Angst zu leben, was geschieht, wenn sie sich verletzen.

Und hier können sich die Institutionen nicht hinter der Floskel "das Gesundheitswesen ist ein komplexes System" verstecken. Es geht um eine relativ kleine Zahl von Patienten mit einem klaren, dokumentierten Bedarf. Wenn ein Staat eine kontinuierliche Therapie für ein paar Hundert Menschen mit einem lebensbedrohlichen Zustand nicht bereitstellen kann, ist die Frage nicht, ob es Geld gibt - die Frage ist, wo es verloren geht, und warum gerade diese Patienten immer am Ende der Schlange stehen.

Hinter jeder solchen Nachricht steht eine Familie, die jeden Morgen mit einer Rechnung aufwacht - reicht das Medikament bis zum Monatsende. Das ist keine Politik, es ist eine Gesundheitsleistung, die jeder funktionierende Staat als grundlegend betrachtet. Wie lange wird eine Gesellschaft ihre verletzlichsten Bürger um etwas betteln lassen, das ihnen von Rechts wegen zusteht?