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Taxameter wild manipuliert, Fahren ohne Lizenz: Sogar die Taxifahrer selbst wollen Ordnung im Chaos von Skopje

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Taxameter wild manipuliert, Fahren ohne Lizenz: Sogar die Taxifahrer selbst wollen Ordnung im Chaos von Skopje

Wer schon einmal in Skopje zur Stoßzeit auf ein Taxi gewartet oder mehr bezahlt hat, als das Taxameter anzeigte, weiß, dass der Sektor seit Langem im Chaos steckt. Jetzt geben es sogar die Taxifahrer selbst laut zu: Es fehlen Fahrzeuge, die Taxameter sind wild manipuliert, und man fährt durch die Stadt auch ohne Lizenz.

Der Taxifahrerverband aus Skopje zählt eine ganze Reihe systemischer Probleme auf - neben dem Fahrzeugmangel und den manipulierten Taxametern gibt es illegale Fahrer, Schwarzarbeiter und die ohne angemessene Übergangsfrist eingeführte Beschränkung für Fahrzeuge älter als 2011. „Die Bedingungen sind an die Euro-4-Umweltnorm geknüpft, aber die Art, wie das jetzt gehandhabt wird, ist nicht gut", sagte der Verbandspräsident Sasho Rajchanovski.

Die Forderungen an die Behörden sind konkret: strengere Inspektionskontrollen, Änderungen der Beförderungsgesetze, die lizenzierte Fahrer in regulärem Arbeitsverhältnis verlangen würden, und Überprüfungen der Taxiunternehmen durch die Finanzbehörden. Mit anderen Worten: Ordnung dort, wo seit Jahren Willkür herrscht - und die Rechnung für diese Willkür zahlt der Fahrgast, mit einer teuren Fahrt und zweifelhafter Sicherheit.

Die Fahrer kündigen für die kommenden Tage auch Proteste an. Und hier ist das Paradox, das der Balkanbürger nur zu gut kennt: Diejenigen, die mitten im Chaos stecken, verlangen jetzt, dass der Staat Ordnung schafft, während ebendieser Staat jahrelang wegsah, während das Problem wuchs. Die Frage ist nicht, ob Skopje ein Problem mit Taxis hat - das wissen alle -, sondern warum es eines Protests bedurfte, damit überhaupt jemand in den Institutionen zuhört.