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Bitola bekommt endlich eine medizinische Fakultät: Das Gesetz ging einstimmig durch, doch folgen auch Personal und Ausstattung

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Bitola bekommt endlich eine medizinische Fakultät: Das Gesetz ging einstimmig durch, doch folgen auch Personal und Ausstattung

Bitola bekommt etwas, das ihm lange fehlte - eine echte medizinische Fakultät. Das Parlament verabschiedete einstimmig ein Gesetz, das die Höhere Medizinische Schule an der Universität „Hl. Kliment von Ohrid“ zur Fakultät für Medizinwissenschaften und Gesundheit erhebt. Die Abstimmung ging ohne eine einzige Gegenstimme durch, eine Seltenheit für eine gespaltene politische Szene.

Konkret wird die Fakultät statt des bisherigen dreijährigen Modells vierjährige Studiengänge in Krankenpflege, Geburtshilfe und medizinischer Biochemie anbieten sowie dreijährige Spezialprogramme. Das neue Gesetz hebt das vorherige aus dem Jahr 2024 auf, und die erste Studierendengeneration wird voraussichtlich im akademischen Jahr 2027/2028 eingeschrieben.

Für die UKLO ist das ein institutioneller Fortschritt, für den Berufsstand eine überfällige Anerkennung. Die Universität beschrieb den Moment als „historisch für die Entwicklung der Pflege und Geburtshilfe“. Wenn ein Beruf jahrzehntelang als bloß unterstützend unterschätzt wurde, bringt die Anhebung auf Fakultätsniveau sowohl Würde als auch die Chance für Studierende, nicht für eine gute Ausbildung nach Skopje reisen zu müssen.

Die offene Frage ist die, die jede gute Entscheidung auf dem Papier mit sich trägt: Folgen dem Gesetz auch Personal, Ausstattung und Finanzierung, oder bleibt die Fakultät eine feierliche Ankündigung mit leeren Laboren? Ein einstimmig verabschiedetes Gesetz ist ein guter Anfang - doch Anfänge sind hierzulande oft auch das Ende. Bitola verdient es, dass es diesmal anders ist.