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Debar hat Kapazität für 40.000 Menschen und kein Wasser im dritten Stock: Einschränkungen seit dem 1. Juli, und die Gründe nennt der Versorger selbst

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Debar hat Kapazität für 40.000 Menschen und kein Wasser im dritten Stock: Einschränkungen seit dem 1. Juli, und die Gründe nennt der Versorger selbst

Debar hat nicht genug Wasser. Der kommunale Versorger „Standard" appellierte an die Bürger, Wasser nur für das Nötigste zu nutzen - keine Pools füllen, keine Gärten bewässern, keine Höfe und Gehwege abspritzen.

Die Einschränkungen gibt es nicht erst seit gestern. Seit dem 1. Juli wurden in den Vierteln „Venec 1", „Venec 2", Taranik und Kermanica zunächst vierstündige, dann fünfstündige Abschaltungen eingeführt. Trotzdem verschärft sich das Problem.

„In Teilen der Stadt gibt es über mehrere Stunden kein Wasser, besonders in den oberen Etagen der Wohnhäuser", teilt der Versorger mit. In Dolno Kosovrasti, wo sich ein Thermalbadkomplex befindet, gilt die Einschränkung täglich von 10 bis 13 Uhr.

Die Quelle ist nicht das Problem

Und hier wird die Geschichte interessant. Debar ist keine Stadt ohne Wasser. Das Wassersystem „Rosoki - Debar" wird von Quellen im Dorf Rosoki und am Fluss Mala Reka gespeist, die als eine der hochwertigsten Europas gelten. Das Hauptreservoir liefert Wasser für über 40.000 Einwohner.

Die Stadt hat rund 10.000 feste Einwohner, dazu einige Tausend, die zwischen Ende Juli und Mitte August kommen.

Also: Kapazität für 40.000, Verbraucher rund 15.000 in der Spitzenzeit - und trotzdem kein Wasser im dritten Stock. Das ist kein Wassermangel. Das ist ein Systemmangel.

Die Gründe, die sie selbst nennen

Der Versorger räumt ein, dass sich die Sommerbeschränkungen jedes Jahr wiederholen, und nennt als Gründe Wasserverschwendung, unbezahlte Rechnungen einer großen Zahl von Verbrauchern und illegale Anschlüsse.

Jedes dieser drei Probleme hat eine konkrete Lösung, die keine neuen Quellen braucht, sondern nur Arbeit: kassieren, illegale Anschlüsse kappen, messen. Keine dieser Lösungen passiert im August - das ist Winterarbeit, wenn sich niemand beschwert, weil das Wasser läuft.

Und so landet der Appell wieder beim Bürger. Er soll sparen, er soll nicht gießen, er soll helfen. Und er wird natürlich helfen - weil er keine Wahl hat. Die Frage ist, ob bis zum nächsten Sommer jemand die Liste der illegalen Anschlüsse öffnet, oder ob wir im kommenden August denselben Text mit geändertem Datum lesen.