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800 Bewohner von „Anton Popov 1“ haben fünf Tage vor dem Bagger weder Unterlagen noch ein geotechnisches Gutachten

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800 Bewohner von „Anton Popov 1“ haben fünf Tage vor dem Bagger weder Unterlagen noch ein geotechnisches Gutachten

Rund 800 Bewohner und etwa zwanzig Firmen aus dem Komplex „Anton Popov 1" in Skopje fordern ein dringendes Treffen mit der Stadt Skopje. Der Grund ist der Aushub für die Unterführung am Südboulevard, dessen Beginn für den 5. August angekündigt ist.

Ihre Befürchtungen sind konkret: eingeschränkter Zugang für Fahrzeuge und Rettungsdienste, tiefer Aushub unmittelbar neben den Fundamenten der Gebäude und eine Frage, die ihnen bislang niemand beantwortet hat - was mit der Standsicherheit der Bauten geschieht.

„Wie viele Tragödien und Unglücke müssen passieren, bis wir lernen, dass die Sicherheit der Bürger das Wichtigste ist?", fragen die Bewohner.

Ein Treffen gab es, eine Fortsetzung nicht

Am 20. Juli fand ein Treffen mit Vertretern der Stadt Skopje statt. Nach Angaben der Bewohner waren die Beamten überrascht, als sie die tatsächliche Lage vor Ort sahen - was für sich genommen zeigt, wie gut dieses Projekt geplant wurde.

Versprochen wurden ein neues Treffen und die Übermittlung der Projektunterlagen. Weder das eine noch das andere kam an.

Was die Bewohner fordern, ist kein Baustopp. Sie verlangen ein detailliertes geotechnisches Gutachten, eine offizielle Bestandsaufnahme des aktuellen Gebäudezustands vor Beginn der Arbeiten und eine klare Antwort darauf, wer die Verantwortung übernimmt, falls Schäden auftreten. Das ist Standard im Bauwesen, keine Aktivistenforderung.

Ein Satz von ihnen trifft den Punkt besser als jede Analyse: „Mündliche Versicherungen, dass 'es kein Problem geben wird', reichen nicht. In der Technik ist eine Garantie keine Aussage, sondern beruht auf Analysen, Projekten und fachlichen Prüfungen."

Das Problem, das sie beschreiben, ist schon vor dem ersten Spatenstich sichtbar: Sie haben nicht einmal für Autos eine geeignete Zufahrt, geschweige denn für Rettungswagen oder Feuerwehr.

Fünf Tage bis zum Bagger

Existieren die Unterlagen, ist die Übergabe einer Kopie an die Bewohner die Arbeit eines Werktags. Ist die Analyse erstellt, ist ihre Vorlage noch einfacher. Und wenn fünf Tage vor Baubeginn beides nicht existiert - dann sind die Sorgen der Bewohner keine Angst, sondern eine zutreffende Einschätzung.

Die Bewohner kündigen Proteste an, sollten sie keine formellen Antworten erhalten. Offenbar ist auch 2026 der einzige Weg, wie ein Bürger an ein Dokument kommt, das ihm ohnehin zusteht, der Gang auf die Straße.