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Hundert Bäume fielen in einer Nacht im Stadtpark: Die Räumung ging schnell, doch die verbliebenen Stämme hat niemand geprüft

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Hundert Bäume fielen in einer Nacht im Stadtpark: Die Räumung ging schnell, doch die verbliebenen Stämme hat niemand geprüft

Mehr als 100 umgestürzte Bäume. Verschüttete Fußwege. Beschädigte Stadtmöblierung. Das ist die Bilanz, die das schwere Unwetter vor wenigen Tagen im Stadtpark von Skopje hinterlassen hat.

Der erste Teil des Parks ist inzwischen geräumt. Die Teams der städtischen Betriebe von Skopje haben die umgestürzten Bäume entfernt, neue Setzlinge gepflanzt und die beschädigte Ausstattung instand gesetzt. Das Gelände ist wieder für Besucher zugänglich. Im zweiten Teil geht die Arbeit weiter - alte und beschädigte Bäume werden entfernt, neue gepflanzt.

„Naturkatastrophen können wir nicht verhindern, aber wir können zeigen, dass wir die Folgen mit Zusammenhalt, Organisation und engagierter Arbeit schnell und verantwortungsvoll bewältigen", erklärte Bürgermeister Orce Gjorgjievski und dankte allen Diensten, die rund um die Uhr im Einsatz waren.

Die schnelle Reaktion ist echt - und nicht die ganze Geschichte

Das muss man klar sagen: Die Räumung ging wirklich schnell, und die Teams vor Ort haben ihre Arbeit gemacht. Das ist keine Kleinigkeit in einer Stadt, in der vieles jahrelang unvollendet bleibt.

Doch der Satz, man könne Naturkatastrophen nicht verhindern, stimmt nur zur Hälfte. Wind können wir nicht verhindern. Wie viele Bäume dieser Wind umwirft, können wir sehr wohl beeinflussen.

Hundert Bäume in einem Park in einer Nacht sind nicht nur ein Maß für die Stärke des Sturms - sie sind auch ein Maß für den Zustand der Bäume selbst. Dendrologische Begutachtung, regelmäßiger Schnitt, rechtzeitige Entfernung kranker und abgestorbener Stämme: Das ist Routinepflege, die vor dem Sturm stattfindet, nicht danach. Fehlt sie über Jahre, kassiert jedes stärkere Unwetter die Rechnung auf einen Schlag.

Jetzt werden dort, wo die alten Bäume standen, neue Setzlinge gepflanzt. Gut. Die Frage fürs nächste Jahr lautet, ob jemand die verbliebenen Stämme prüft - oder ob man wartet, bis der nächste starke Wind die Auswahl anstelle der Fachdienste trifft.