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Bitola unterzeichnet eine Handball-Plattform mit dem Frauenclub Pelister: Die Mitteilung dementiert vorsorglich vier Dinge, nach denen niemand gefragt hat

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Bitola unterzeichnet eine Handball-Plattform mit dem Frauenclub Pelister: Die Mitteilung dementiert vorsorglich vier Dinge, nach denen niemand gefragt hat

Die Gemeinde Bitola wird mit dem Frauen-Handballclub „Pelister 2012“ eine „Handball-Plattform“ unterzeichnen. Der Vertrag kommt auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung. Ziel sei, so die Gemeinde, zusätzliche Unterstützung für Aktivitäten, Entwicklung und Förderung des Frauenhandballs sowie die Förderung des Sports bei der weiblichen Bevölkerung der Stadt.

Bis hierher klingt alles nach einer üblichen Gemeindemitteilung. Dann kommt der Satz, der tatsächlich etwas aussagt.

Die Gemeinde betont, der Vertrag stelle „keine Grundlage für eine Änderung der Kapitalstruktur des Clubs, für dessen Fusion oder Übernahme, für eine Aufspaltung oder irgendeine andere Statusänderung“ dar.

Das ist ein sehr konkretes Dementi zu etwas, wonach öffentlich niemand gefragt hat. Wenn eine Institution vorsorglich vier Dinge aufzählt, die sie nicht tun wird - Fusion, Übernahme, Aufspaltung, Statusänderung -, heißt das meist, dass genau diese vier Dinge bereits irgendwo erwähnt wurden, wo keine Mikrofone standen. Eine Initiative verteidigt sich nicht gegen Luft.

Das Thema wurde bei einem Treffen von Bürgermeister Toni Konjanovski und Ratspräsident Bojan Bojkoski mit der Clubführung und den Handballerinnen besprochen. Geblieben ist davon ein „Austausch von Meinungen über die künftige Zusammenarbeit und Möglichkeiten zusätzlicher Unterstützung“.

Der Frauensport in Mazedonien lebt genau von solchen Verträgen - ohne sie existieren die Clubs nicht, und die kommunale Unterstützung ist beinahe die einzige stabile Einnahme. Ein Grund mehr für den Rat, den Vertrag als Finanzdokument zu lesen und nicht als Geste des guten Willens: wie viel Geld, über wie viele Jahre, was die Gemeinde dafür bekommt und was passiert, wenn sich die Plattform eines Tages zu mehr als „Unterstützung“ ausweitet. Das Dementi ist für heute geschrieben. Verträge liest man für morgen.