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Blatec hat nach zehn Jahren gesiegt: die Regierung kündigte die Wasserkraft-Konzession, die das Dorf ohne Wasser gelassen hätte

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Blatec hat nach zehn Jahren gesiegt: die Regierung kündigte die Wasserkraft-Konzession, die das Dorf ohne Wasser gelassen hätte

Manchmal ist die Stimme eines einzelnen Dorfes stärker als die Unterschrift eines einzelnen Investors. Nach mehr als zehn Jahren Kampf bekamen die Bewohner des zu Vinica gehörenden Dorfes Blatec das, wofür sie protestiert, Straßen blockiert und Wache am Fluss gehalten hatten - die Regierung kündigte die Konzession zum Bau eines kleinen Wasserkraftwerks am Fluss Blatesnica.

Die Entscheidung zur einseitigen Vertragskündigung fiel am 30. Juni und wurde am 3. Juli im Amtsblatt veröffentlicht. Der Investor "Energy Lux" aus Kocani hat 30 Tage Zeit, um vor dem Verwaltungsgericht Beschwerde einzulegen. Der Bürgermeister von Vinica, Mitko Kostadinovski, teilte mit, damit werde ein weiterer Schritt zum Schutz des öffentlichen Interesses und der Naturwerte des Gebiets abgerundet.

Doch die eigentliche Geschichte steckt nicht in der Regierungsentscheidung - sie steckt in der Hartnäckigkeit eines Dorfes von 1.800 Menschen. Als die ersten Vermessungen entlang des lokalen Flusses begannen, verwandelte sich ganz Blatec in zivilen Widerstand. Der Grund war konkret und existenziell: Das Mini-Wasserkraftwerk mit seinen Rohrleitungen hätte fast das gesamte Wasser des Flusses abgezogen, und genau daneben verläuft die Dorfleitung, aus der sich die Menschen mit Wasser versorgen. "Auf einer Strecke von drei Kilometern hätte das Dorf kein Wasser gehabt, und die Tierwelt hätte eine ökologische Katastrophe erlebt", sagen die Bewohner.

Das ist eine Geschichte, die man sich merken sollte, denn so endet sie selten. Jahrelang wurden kleine Wasserkraftwerke in Mazedonien an Gebirgsflüssen gebaut, ohne viele Fragen zu stellen, und die Proteste der lokalen Bevölkerung verliefen meist im Leeren. Diesmal gab das Dorf nicht nach - es blockierte auch die Straße Vinica-Berovo, hielt Wache und gab selbst nach zehn Jahren der Ungewissheit nicht auf.

"Das Ergebnis von Zusammenhalt, Hartnäckigkeit und der Stimme der Bürger", heißt es aus der Ortsgemeinschaft. Und hier steckt die Lehre, die die Behörden selten laut zugeben: Wenn Bürger organisiert, hartnäckig und klar in ihren Forderungen sind, kann sogar eine unterschriebene Konzession zurückgenommen werden. Die Frage ist nun, wie viele solcher Flüsse in Mazedonien noch auf ihr eigenes Dorf warten, das nicht nachgibt.