Die Skopjer Lösung: Schlagloch mitten auf der Straße mit einem Verkehrskegel "gelöst" - das Problem ist nicht repariert, nur markiert
07.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
In Paris will das größte Startup-Zentrum Europas nicht nur Unternehmen produzieren - es will sie zu Hause halten. Station F, der vom französischen Milliardär Xavier Niel gegründete Campus, eröffnet die zweite Generation seines Programms F/ai, das ausschließlich Startups aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz gewidmet ist.
Die Zahlen der ersten Generation sprechen für sich: 20 Startups, mit dem Ziel, in sechs Monaten eine Million Euro Umsatz zu erreichen. Der Zugang läuft nicht über eine Bewerbung - man kommt nur mit Empfehlung hinein. Achtzig Prozent der Gründer waren Wiederholungs-Unternehmer, ein Drittel hat einen Doktortitel. Zusammen sammelte die erste Generation 34 Millionen Dollar an Startfinanzierung. Partner des Programms sind fast alle großen Namen - Anthropic, OpenAI, Google, Meta, Microsoft, AWS, Mistral, AMD.
Aber hinter den Zahlen steht eine größere Ambition, und die ist ebenso politisch wie geschäftlich. Roxanne Varza, Direktorin von Station F, benannte das Problem direkt: "Wenn Gründer hier heute mit Leuten auf diesem Niveau sprechen wollen, denken alle, sie müssten in die USA gehen." Das Ziel von F/ai ist genau, diese Gewohnheit zu ändern - zu beweisen, dass ein europäisches Startup erfolgreich sein kann, ohne über den Ozean zu fliehen.
Das ist eine Geschichte, die der Balkan-Unternehmer bestens versteht. Jeder talentierte Ingenieur aus der Region, der den Koffer nach Berlin, London oder San Francisco packte, ist ein Beweis, dass Varzas Problem nicht nur ein französisches ist. Der Unterschied ist, dass Frankreich einen Milliardär hat, der bereit ist, 50.000 Quadratmeter Fläche und ein ganzes Partnernetzwerk zu investieren, um sein Talent zu halten. Die Frage für uns bleibt unbequem - wenn sich ein europäisches Zentrum beklagt, dass es Menschen an Amerika verliert, wohin, glaubt es, gehen unsere?
Ob F/ai wirklich einen europäischen Konkurrenten zum Valley schafft oder nur ein weiterer schön verpackter Inkubator ist, dessen beste Absolventen doch den ersten Flug nach Westen nehmen - das wird die zweite Generation zeigen, die im September startet. Vorerst stellt zumindest jemand in Europa laut die richtige Frage.
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