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Skopje bekommt seine erste unterirdische Straße: der Tunnel unter Limak verspricht ein entlastetes Zentrum, doch die Skopjaner kennen den Rhythmus der Fristen

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Skopje bekommt seine erste unterirdische Straße: der Tunnel unter Limak verspricht ein entlastetes Zentrum, doch die Skopjaner kennen den Rhythmus der Fristen

Skopje bekommt etwas, das es bisher nicht hatte - eine unterirdische Straße. Bürgermeister Orce Gjorgjievski kündigte an, dass in den nächsten etwa zehn Tagen die zweite Phase des Projekts beginnt: der Bau der Tunnel zur Anbindung an den unterirdischen Boulevard "Makedonija" unter dem Komplex "Limak", in Richtung von Centar nach Kisela Voda.

Das Projekt sei, so die Stadt, ein Kapitalprojekt von außerordentlicher Bedeutung für den Skopjer Verkehr. Die Idee ist klar: das ewig verstopfte Zentrum entlasten, schnelleres und sichereres Fahren ermöglichen, den Druck auf die zentralen Straßen verringern. Die erste Phase sei bereits abgeschlossen - die Straßen, die den zusätzlichen Verkehr aufnehmen sollen, wurden verbreitert und angepasst.

Für eine Stadt wie Skopje, in der der Stau im Zentrum seit Jahren Alltag ist, klingt so ein Projekt wie die lang erwartete Lösung. Vielleicht ist es das auch. Aber die Skopjaner kennen den Rhythmus der städtischen Kapitalprojekte längst - die Ankündigung kommt mit großem Pomp, die Fristen sind optimistisch, und die Realität ist oft länger und teurer als versprochen.

Deshalb lohnt sich eine gesunde Portion Skepsis - ohne zu bestreiten, dass die Stadt wirklich bessere Infrastruktur braucht. Die Fragen sind Standard, aber notwendig: Was kostet das Projekt, wie lautet die Frist, und bleiben die "nächsten etwa zehn Tage" zehn Tage oder werden daraus Monate? Der unterirdische Boulevard ist erst dann ein Erfolg, wenn die ersten Autos hindurchfahren - nicht, wenn er im Fernsehen angekündigt wird. Bis dahin wartet Skopje, wie üblich, im Stau.