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Exporte über 3,5 Milliarden Euro, aber 1,4 Milliarden Defizit: wir wachsen und kaufen trotzdem mehr von der Welt, als wir ihr verkaufen

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Exporte über 3,5 Milliarden Euro, aber 1,4 Milliarden Defizit: wir wachsen und kaufen trotzdem mehr von der Welt, als wir ihr verkaufen

Die mazedonische Wirtschaft schickt immer mehr Waren in die Welt, kauft aber auch immer mehr von draußen - und genau diese Differenz ist die Geschichte, die die Zahlen erzählen. Laut dem Staatlichen Statistikamt erreichten die Exporte im Zeitraum Januar-Mai 2026 über 3,5 Milliarden Euro, während das Handelsdefizit hoch bleibt - 1,4 Milliarden Euro.

Es gibt auch gute Nachrichten in den Daten. Die Exporte wuchsen um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum - ein Zeichen, dass mazedonische Produkte ihren Weg auf ausländische Märkte finden. Gleichzeitig wächst aber auch der Import, was heißt: Wir kaufen weiterhin mehr von der Welt, als wir ihr verkaufen.

Das Handelsdefizit ist keine abstrakte Zahl für Ökonomen - es bedeutet, dass mehr Geld das Land verlässt, als über den Handel hereinkommt. Für eine kleine Volkswirtschaft wird eine solche Lücke jahrzehntelang durch Verschuldung, Überweisungen und ausländische Investitionen gestopft. Das Exportwachstum ist willkommen, aber 1,4 Milliarden Defizit in nur fünf Monaten zeigen, wie weit Mazedonien von einer Handelsbilanz entfernt ist, die sich selbst trägt.

Die Frage, die die Zahlen nicht beantworten, ist: Was exportieren wir? Kommt das Wachstum von Produkten mit geringer Wertschöpfung - Rohstoffe, Halbfabrikate, Montage für ausländische Marken -, dann ist es anfällig für jede Krise im Ausland. Echte Wirtschaftskraft misst sich nicht daran, wie viele Container über die Grenze rollen, sondern daran, was drin ist. Und das ist eine Geschichte, über die die Statistik schweigt - und die Politiker noch mehr.