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Bombe in Monaco: eine Abrechnung unter Oligarchen erschüttert den sichersten Winkel Europas

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Bombe in Monaco: eine Abrechnung unter Oligarchen erschüttert den sichersten Winkel Europas

Monaco gilt als einer der sichersten Orte der Welt - ein Ort, an den die Reichen kommen, gerade um sich unantastbar zu fühlen. Doch eine Bombe in einem Wohngebäude erschütterte diese Illusion und warf eine unangenehme Frage auf: Was, wenn die Gewalt aus anderen Teilen der Welt auch dorthin kommt, wo Geld Frieden kauft?

Am 6. Juli explodierte eine Paketbombe am Eingang des Luxusgebäudes „Sun Palace“ in Monaco und zielte auf den ukrainischen Oligarchen Vadim Jermolajew (58) und seine Angehörigen. Am schwersten verletzt wurde Anna Nasobina (46), der beide Beine amputiert wurden und die um ihr Leben kämpft. Der Sohn des Oligarchen, gerade 13, kam mit leichteren Verletzungen davon. Jermolajew liegt in Nizza im Krankenhaus.

Die Geschichte hinter dem Anschlag ist verworren. Jermolajew steht seit 2023 unter ukrainischen Sanktionen wegen angeblicher Geschäftsverbindungen zur besetzten Krim und floh eben deshalb nach Monaco. Ermittler vermuten, hinter dem Anschlag könnten ukrainische Sicherheitsdienste stehen, und als Attentäterin wird eine 39-jährige Frau gesucht, angeblich als Mann verkleidet, für die Interpol eine rote Ausschreibung erließ. Die Vorwürfe sind schwer: versuchter Mord und organisierte Kriminalität.

Was diese Geschichte größer macht als den Vorfall selbst, ist, dass sie die Vorstellung zertrümmert, Reichtum kaufe Sicherheit. Kriege und Abrechnungen haben heute lange Arme - sie erreichen selbst die geschütztesten Adressen, die Gebäude mit Portiers und Kameras an jeder Ecke. Für den einfachen Menschen auf dem Balkan, der nie von einer Wohnung in Monaco träumte, liegt darin ein bitterer Trost: Geld kann viel kaufen, aber keine Garantie, dass die Welt einen nicht einholt. Und wenn unter Oligarchen in Monaco geschossen wird, heißt das, dass in dem System, das sie schützte, etwas ernsthaft zerfällt.