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London im Sommer: die Stadt, die man wie die Einheimischen sehen sollte, nicht wie eine Postkarte

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London im Sommer: die Stadt, die man wie die Einheimischen sehen sollte, nicht wie eine Postkarte

London im Sommer ist eine andere Stadt - wärmer, ruhiger, heller, mit langen Abenden, an denen Parks und Straßen aufleben. Wer die Stadt so sehen will, wie sie die Menschen sehen, die dort wohnen, und nicht nur durch die Postkartenmotive, für den ist der Sommer der richtige Moment.

Die Hotelszene ist längst mehr als ein Ort zum Schlafen. Broadwick Soho versteckt heimliche Bars und ein geheimes italienisches Restaurant, The Standard am Bahnhof St Pancras protzt mit seiner brutalistischen Fassade, und The Newman in Fitzrovia mit seiner Art-déco-Ästhetik ist eine der größeren Eröffnungen der Stadt. Selbst wenn man nicht dort übernachtet, lohnt sich der Weg auf einen Drink.

Beim Essen ist die Auswahl so groß wie die Stadt selbst - von spanischen Aromen im Mountain über handgemachte Pasta im Manteca in Shoreditch bis zur südostasiatischen Grillküche im Kiln. London hat schon vor langem aufgehört, ein Synonym für langweiliges Essen zu sein; heute ist es eine der vielfältigsten Gastroszenen Europas.

Und dann ist da noch die Kultur, die im Sommer besonders reich ist. Das Victoria & Albert Museum zeigt eine Retrospektive des Modehauses Schiaparelli, während Tate Modern eine Frida-Kahlo-Ausstellung mit rund dreißig Hauptwerken eröffnet. Zwischen der legendären Buchhandlung Waterstones, dem historischen Kaufhaus Liberty und den unabhängigen Cafés bietet London mehr, als man in einem Urlaub bewältigen kann. Vielleicht ist es genau deshalb eine Stadt, in die man immer wieder zurückkehrt.