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Ein Messer auf einem Boot bei Medulin: Staatsbürger Makedoniens des versuchten Mordes an einem Serben beschuldigt

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Ein Messer auf einem Boot bei Medulin: Staatsbürger Makedoniens des versuchten Mordes an einem Serben beschuldigt

Sommer an der Adria, ein Boot bei Medulin, zwei Uhr nachts. Statt Erholung - ein Messer, Stiche gegen Kopf und Bauch, und ein Mann, der die Hand hob, um seine lebenswichtigen Organe zu schützen. Statt einer Touristenpostkarte aus Istrien eine weitere Geschichte darüber, wie ein einziger Vorfall eine Nacht in einen Mordversuch verwandeln kann.

Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Pula hat eine Ermittlung gegen einen 55-jährigen Staatsbürger Makedoniens eingeleitet, der verdächtigt wird, einen 48-jährigen serbischen Staatsbürger töten zu wollen. Laut Anklage stach der Verdächtige am Montag, dem 13. Juli, auf einem Boot bei Medulin mehrfach mit dem Messer nach Kopf und Bauch des Opfers, in der Absicht, es zu töten.

Der 48-Jährige hob den Arm, um die lebenswichtigen Teile seines Körpers zu schützen. Genau deshalb sprechen wir heute von schweren Verletzungen am Arm und nicht von etwas weitaus Schlimmerem. Der Angriff wurde abgebrochen, nachdem ein anderer Mann eingegriffen und dem Verdächtigen das Messer entrissen hatte - ein Mann, dessen Name nicht genannt wird, dessen Reaktion aber wohl den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachte.

Nach der von der Polizeistation Pula eingereichten Strafanzeige verhörte die Staatsanwaltschaft den Verdächtigen und erließ einen Ermittlungsbeschluss wegen versuchten Mordes. Wegen Fluchtgefahr wurde zudem Untersuchungshaft beantragt und angeordnet - der Ermittlungsrichter des Gespanschaftsgerichts in Pula gab dem Antrag statt.

Was die Geschichte schwerer macht, ist der Kontext: zwei Menschen aus der Region, auf fremdem Meer, in einer Saison, in der Tausende unserer Bürger den Sommer genau an dieser kroatischen Küste verbringen. Was den Konflikt auf jenem Boot genau entfachte - darüber entscheidet nun die kroatische Justiz. Bis dahin bleibt nur die Szene: ein Messer, erhobene Arme und eine weitere Erinnerung daran, dass Gewalt keinen Urlaub macht.