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Cuna wieder in Handschellen: Der Dealer, der aus dem Fenster einer Polizeistation sprang, ist in Skopje gefasst

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Cuna wieder in Handschellen: Der Dealer, der aus dem Fenster einer Polizeistation sprang, ist in Skopje gefasst

Vier Tage. So lange brauchte die Polizei, um einen Mann zu fassen, der aus dem Fenster ihrer eigenen Station entkommen war. Aleksandar Lazarov-Cuna, mutmaßlicher Drogendealer aus Kočani, sitzt wieder in Handschellen - diesmal in Skopje festgenommen, nachdem sowohl ein landesweiter als auch ein internationaler Haftbefehl gegen ihn erlassen worden war.

Die Geschichte spricht für sich. Lazarov wurde vergangene Woche am Ortseingang des Dorfes Istibanja bei Vinica aufgegriffen, zusammen mit einer weiteren Person. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden und beschlagnahmten die Ermittler eine weiße pulverförmige Substanz. Am nächsten Tag - war er schon draußen. Geflohen durch ein Fenster der Polizeistation in Kočani, wie in einem Film, in dem niemand die Hauptrolle spielen möchte.

Wenn ein Mann, den die Polizei längst kennt, aus dem Fenster einer Station springen kann, dann lautet die Frage nicht nur, wohin er lief. Die Frage ist, wer ihm dieses Fenster öffnete - im wörtlichen oder im übertragenen Sinn. Die interne Kontrolle im Innenministerium untersucht nun, ob einer der Beamten aus Kočani „weggeschaut" und ihm bei der Flucht geholfen hat. Die Antwort darauf ist mehr wert als die Festnahme selbst.

Der Direktor des Büros für öffentliche Sicherheit besuchte dieser Tage dieselbe Station und erklärte, es werde „keine lokalen Sheriffs geben" und jeder, der geholfen, es zugelassen oder rechtswidriges Handeln verschwiegen habe, werde zur Verantwortung gezogen. Starke Worte. Ob darauf Namen und Suspendierungen folgen oder ob es bei einer weiteren Erklärung für die Abendnachrichten bleibt - das wird sich erst zeigen.

Cunas Name ist der Öffentlichkeit nicht neu. Er wurde auch im Prozess rund um die Tragödie von Kočani genannt, wo ihn ein Zeuge als einen der Dealer bezeichnete, die mit dem Klub „Puls" in Verbindung standen - ein Mann, der laut Aussage mehrfach festgenommen und mehrfach wieder freigelassen wurde. Genau dieses „festgenommen und freigelassen" ist das Muster, das die Bürger mehr aufregt als das Verbrechen selbst.

Lazarov wurde nun zur weiteren Bearbeitung in die Polizeistation Kisela Voda gebracht. Die Institutionen haben ihn dorthin zurückgebracht, wo er von Anfang an hätte sein sollen. Doch die eigentliche Geschichte handelt nicht davon, wie ein Mann floh und gefasst wurde - sondern davon, ob ein System, in dem Verdächtige regelmäßig freigelassen werden, endlich zeigt, dass es einen auch festhalten kann.