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Der Rauch über Skopje kommt aus dem Kosovo: Zum ersten Mal löscht unser Hubschrauber außerhalb des Landes

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Der Rauch über Skopje kommt aus dem Kosovo: Zum ersten Mal löscht unser Hubschrauber außerhalb des Landes

Heute Abend atmet Skopje wieder Rauch. Bewohner von Centar, Aerodrom und Karpoš schreiben in den Netzwerken, der Brandgeruch sei in die Wohnungen gezogen. Die Quelle ist diesmal weder eine Deponie noch irgendein Hinterhof. Das Feuer kommt von der anderen Seite der Grenze.

Der Waldbrand, der in der Nacht auf kosovarischem Gebiet ausbrach, drang in den Grenzstreifen beim Skopjer Dorf Gračani in der Gemeinde Đorče Petrov vor. Die Feuerlinie war nach Angaben vom Einsatzort über fünf Kilometer lang. Es brannten trockenes Gras, niedrige Vegetation und Wald in Berggelände, das praktisch nicht zugänglich ist.

Im Einsatz waren Skopjer Feuerwehrleute, Teams der Direktion für Schutz und Rettung und zwei Löschflugzeuge vom Typ Air Tractor. Direktionsleiter Stojanče Angelov erklärte, die Feuerlinie sei an den kritischen Stellen durchtrennt und die unmittelbare Gefahr für das Dorf beseitigt.

Und hier kommt der Punkt, der diese Geschichte von jedem anderen Sommerbrand unterscheidet. Auf Ersuchen des Kosovo hat Mazedonien heute zum ersten Mal ein staatliches Luftfahrzeug zur Brandbekämpfung außerhalb des eigenen Territoriums eingesetzt. Ein Hubschrauber des Innenministeriums war im Raum Han i Elezit im Einsatz. Bestätigt hat das Muhamed Ali, Leiter des Krisenmanagementzentrums.

Am selben Tag, an dem der Rauch aus Gračani Skopje erstickt, fliegt also unser Hubschrauber über den Kosovo. Das ist kein Widerspruch. Feuer kennt keinen Grenzübergang, und jeder Meter, der drüben gelöscht wird, ist ein Meter, der nicht zu uns kommt. Aber es zeigt gut, wie sinnlos es ist, einen Brand als nationale Frage zu behandeln, wenn die Vegetation auf beiden Seiten der Kartenlinie dieselbe ist.

Die Zahlen des vergangenen Tages zeigen das wahre Ausmaß: 27 Brände im Freien im ganzen Land, davon zwei aktiv, drei unter Kontrolle, 22 gelöscht. Die aktiven lagen bei Mavrovo und Rostuše, in der Flur Golem Brdaš, und in Šuto Orizari bei Vizbegovo, wo eine Deponie hinter einem Hotel brennt.

Eine brennende Deponie in einer Skopjer Gemeinde ist kein Waldbrand. Das ist Müll, den jemand liegen ließ, bis er sich selbst entzündete. Und während wir jenseits der Grenze beim Löschen helfen, bleibt zu Hause die Frage offen, warum Deponien überhaupt bis zur Selbstentzündung kommen.