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Ein Pelikan in Dojran, 2,26 Millionen aus Fahrzeuganmeldungen, Richter Ristow, Genehmigung für 337 Megawatt

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Ein Pelikan in Dojran, 2,26 Millionen aus Fahrzeuganmeldungen, Richter Ristow, Genehmigung für 337 Megawatt

Der Pelikan, der zwei Wochen auf einen Tierarzt wartete

Zwei Wochen lang sahen Besucher in Dojran dasselbe - einen einzelnen Pelikan, der sich ungewöhnlich nah an Menschen bewegte. Die Antwort kam erst, als der Tierarzt Risto Itschkow aus Bogdanci an den See fuhr und feststellte, dass der Vogel mit Schrot unter dem Flügel getroffen worden war. Sein eigener Satz tut am meisten weh: Wir haben ihn leicht gefangen, weil er bereits entkräftet war. Ein Wildvogel, den man mit der Hand greifen kann, ist ein Vogel ohne Kraft zur Flucht. Der Tierarzt reinigte die Wunde, die Fischer von Dojran brachten die Fische, der Bürgermeister organisierte einen Unterstand. Die Agentur für Lebensmittel und Veterinärwesen kündigte ein Zentrum für Wildtiere an - dieses Zentrum existiert noch nicht, und jemand hat eine geschützte Art an einem der drei Naturseen des Landes angeschossen, ohne dass eine einzige Institution dazu Stellung nahm.

Fünf Jahre Gebühren, die niemand abglich

Jeder, der ein Fahrzeug anmeldete, zahlte die kleinen Posten für Straßen, Rotes Kreuz und Umwelt, ohne zu fragen. Laut Ermittlungen des Innenministeriums landeten 138,8 Millionen Denar, also rund 2,26 Millionen Euro, bei Privatfirmen, geschleust über eine Versicherungsmaklerfirma, von 2021 bis Januar 2026. Den größten Schaden trugen der Haushalt und die Gemeinden - über 83,3 Millionen Denar. Es sind dieselben Gemeinden, die später kein Geld für Container oder Straßenbeleuchtung haben. Die Festnahmen sind eine gute Nachricht, aber eine Aufdeckung nach fünf Jahren ist kein Erfolg der Kontrolle, sondern der Beweis, dass sie nicht funktioniert hat. Unter den Verdächtigen ist eine stellvertretende Finanzdirektorin eines öffentlichen Unternehmens - die Aufsicht fehlte also nicht nur.

Konten bei fünf Banken und ein Telefonbuch

Bei der Verhandlung gegen Berufungsrichter Gjoko Ristow legte die Staatsanwaltschaft Zahlen vor, die mehr sagen als jede Erklärung: über 1,5 Millionen Euro auf den Konten des Richters, seiner Frau und seiner Mutter, und ein Gutachter, der die Herkunft nicht feststellen kann. Ristows Gehalt stieg in acht Jahren von 60.000 auf 120.000 Denar, während in einem Hohlraum hinter Küchenfliesen 350.000 Euro gefunden wurden. Die Verteidigung argumentiert, ein Berufungsrichter entscheide nicht allein, sondern als Teil einer Dreierkammer. Das stimmt - und genau deshalb ist das Argument schwächer, als es aussieht: Ist ein Kammermitglied kompromittiert, sind es auch die Entscheidungen der Kammer.

Eine Genehmigung für 337 Megawatt, ausgestellt von einer Gemeinde

Der staatliche Rechnungshof veröffentlichte einen Befund, der die gesamte Geschichte der erneuerbaren Energien in einem Satz beschreibt: Von 2022 bis Mai 2025 wurden Photovoltaikanlagen ohne funktionierendes Planungssystem und fast ohne Aufsicht vor Ort gebaut. Eine Anlage mit 337 Megawatt, genug für rund 94.000 Haushalte, erhielt die Baugenehmigung von einer Kommune statt vom zuständigen Ministerium. Bis November 2024 definierte das Gesetz die Leistung der Module überhaupt nicht - ein Megawatt oder dreihundert, dieselbe Kategorie. Einen Indikativplan hatte der Staat ebenfalls nicht, und die Verordnung über Ermächtigungen sowie die Regierungskommission fehlen bis heute. Die heute installierten Module laufen in rund zwanzig Jahren aus, und für ihren Abfall gibt es keine gesetzliche Kategorie.

Der Rauch kommt von der anderen Seite der Grenze

Skopje atmet heute Abend wieder Rauch, und die Quelle ist diesmal keine Deponie. Ein Waldbrand aus dem Kosovo griff auf das Skopjer Dorf Gracani über, mit einer Feuerlinie von über fünf Kilometern. Am selben Tag setzte Mazedonien auf Bitte des Kosovo erstmals einen staatlichen Hubschrauber zur Brandbekämpfung außerhalb des eigenen Territoriums ein. Das ist kein Widerspruch - Feuer kennt keinen Grenzübergang. Von 27 Bränden binnen eines Tages brennt einer in Shuto Orizari, wo sich hinter einem Hotel eine Deponie entzündete. Eine brennende Deponie in einer Skopjer Gemeinde ist kein Waldbrand, sondern Müll, der liegen blieb, bis er sich selbst entzündete.

Pläne, die nach dem Bau geschrieben werden

Drei Geschichten von heute teilen dieselbe Reihenfolge der Schritte. Die ASNOM-Brücke bekommt endlich eine Trasse - die Konstruktion stand seit 2020, die Einigung mit den Menschen, deren Häuser auf dieser Trasse standen, nicht. Bei Barutana reichte Biljana Ivanovska den Planern Blankoerklärungen zur Unterschrift, dass der Plan sicher sei, niemand unterschrieb, und die drei Instanzen, die sich bereits geäußert hatten, zeigen jetzt aufeinander. Und Skopje erhielt 27 der präsentierten Kommunalfahrzeuge, gekauft mit 4,2 Millionen Euro aus einem nicht ausgeschöpften Weltbankprojekt, während der Bürgermeister einräumt, dass täglich bis zu 10 von fünfzig Fahrzeugen ausfallen.

Zahlen, die unterschiedlich gezählt werden

Regierung und Opposition stritten heute über eine Eurobond-Emission von 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2027, die einen rechnen netto, die anderen brutto, und das Defizit von 3,5 Prozent des BIP, das gar nichts refinanziert, erwähnt niemand. Bei der Präsentation der Kommunalfahrzeuge zog der Premier Bilanz über 26 Monate und kündigte eine halbe Milliarde Euro an dezentralisierten Mitteln für die Gemeinden an. Separat sagte er zum ungarischen Kredit und zu Orban, er fürchte die Ermittlungen nicht und die Aussage betreffe uns nicht - obwohl Orban sagte: kein Kandidatenland, ohne Ausnahme.

Was ohne Pressekonferenz gezählt wird

Dem gegenüber trennen 49 Prozent der Einwohner von Prilep ihren Müll, mit 8.318 Tonnen und 126 Containern im Einsatz. Die Ausrüstung zahlt der Stadthaushalt, die Gewohnheit muss jeder Haushalt selbst mitbringen - und die ist schwerer aufzubauen. In Kavadarci räumen über 70 Menschen und 30 Fahrzeuge nach dem Unwetter auf, seit den frühen Morgenstunden. Die Mobilisierung ist schnell, offen bleibt bei jedem solchen Unwetter die Frage, warum sich das Wasser immer an denselben Stellen staut.

Das siebte Opfer und ein Muster ohne Erklärung

Ein 69-Jähriger aus Gazi Baba starb nach 38 Tagen auf der Infektionsstation, das siebte Opfer des West-Nil-Fiebers. Von 50 registrierten Fällen sind 39 Männer - ein Muster, das auch ausländische Studien bestätigen, für das aber niemand eine Erklärung hat. Die Sprühaktionen begannen im September.

Aus dem Ausland: Ermittlungen in drei Ländern und ein Sarg

Jenseits der Grenze brachte der Tag zwei Linien, die sich berühren. Die Drohnen aus Leipzig und die mit Sprengstoff gefüllten Dosen von der serbisch-ungarischen Grenze wurden auf dieselbe Weise gebaut, und die Ermittlungen laufen bereits in drei Ländern; Deutschland testete Stunden nach dem Angriff eine ballistische Rakete. In Belgrad landete der Leichnam Mladics unter staatlichem Protokoll - was ein Gericht zum Völkermord festgestellt hat, wird auf keinem Platz neu verhandelt. Und die EU bestätigte eine Abgabe auf Kleinsendungen spätestens ab dem 1. November, mit Strafen bis zu sechs Prozent der Jahreseinfuhren.

Und etwas Leichteres zum Schluss

Vardar holte den Superpokal mit einem Tor Unterschied, Gevgelija fehlte in Ohrid ein Tor zum ersten Titel. In Deutschland führt Tomovski die Bundesliga bei den Paraden an und verliert trotzdem - ein kleines Fazit der Woche für sich.

Der schwerere Teil des Tages hat in allen vier Hauptgeschichten dieselbe Form. Der Plan, das Register, die Aufsicht und das Zentrum existieren als Versprechen oder als gesetzliche Pflicht, aber nicht als etwas, das in dem Moment funktioniert, in dem man es braucht. Den Pelikan retteten Fischer, das System deckte die Polizei nach fünf Jahren auf, die Genehmigung erteilte eine Gemeinde ohne Zuständigkeit, und nach den Modulen bleibt Abfall, für den es keine Kategorie gibt. Der Staat fehlt nicht in den Akten - er fehlt vor Ort.

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