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Die Brücke, die nirgendwohin führt, bekommt endlich eine Trasse: blockiert hat sie die Enteignung

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Die Brücke, die nirgendwohin führt, bekommt endlich eine Trasse: blockiert hat sie die Enteignung

Die Brücke „General Mihajlo Apostolski“ hat in Skopje zwei Spitznamen, und keiner ist schmeichelhaft. „Die Brücke, die nirgendwohin führt“ ist der treffendere. „Die Angelbrücke“ ist der vernichtendere, weil er beschreibt, was die Leute auf einem Bauwerk tatsächlich taten, über das niemand fahren durfte.

Ab morgen soll damit Schluss sein. Skopjes Bürgermeister Orce Đorđievski hat den Beginn des Abrisses von Gebäuden und des Durchstichs der Trasse angekündigt, die die Brücke mit dem übrigen Straßennetz verbinden soll.

Die Brücke ist die Verlängerung des ASNOM-Boulevards und soll die Gemeinden Aerodrom und Gazi Baba verbinden. Der Bau begann 2020, in der Amtszeit des damaligen Bürgermeisters Petre Šilegov. Das Bauwerk wurde in den Folgejahren fertiggestellt, doch die Inbetriebnahme wurde wegen ungeklärter Eigentumsfragen und der Enteignung von Gebäuden auf der Trasse aufgeschoben.

Anders gesagt: Wir haben eine Brücke gebaut, bevor wir die Frage geklärt haben, wohin sie führt. Diese Reihenfolge wiederholt sich hier oft genug, um niemanden zu überraschen.

Laut Đorđievski ist die Frist für den Auszug jener Bewohner abgelaufen, denen die Enteignung vollständig ausgezahlt wurde, womit die Hindernisse für den Beginn der Arbeiten vor Ort beseitigt sind.

„Die Praxis der Vergangenheit, dass Bürger ohne Antwort blieben und jahrelang auf die Auszahlung warteten, ist beendet. Die Enteignungsentschädigung wurde sofort ausgezahlt, und die Stadt hat den Bewohnern beim Umzug geholfen“, sagte der Bürgermeister und fügte hinzu, er habe sich persönlich hinter diese Bürger gestellt.

„Mit dem Durchstich der Trasse entstehen die Voraussetzungen dafür, dass die Brücke endlich vollständig in Betrieb geht“, sagte Đorđievski. Die Umsetzung sei mit einer Frist von vier Jahren angekündigt worden, das Verfahren aber früher als vorgesehen abgeschlossen.

Ein Detail lohnt hier das Festhalten. Was fünf Jahre lang blockierte, war nicht das Bauwerk und auch nicht das Geld dafür, sondern die Einigung mit den Menschen, deren Häuser auf der Trasse standen. Die Brücke war fertig; das Enteignungsverfahren nicht.

„Früher als vorgesehen abgeschlossen“ ist deshalb eine zutreffende Aussage über die letzte Phase, nicht aber über das Projekt. Das Projekt ist seit 2020 im Verzug, und zwar genau bei dem Teil, den jeder ernsthafte Plan klärt, bevor der erste Beton gegossen wird.

Der nächste Schritt ist die Räumung des Geländes und der Durchstich der Trasse. Erst danach folgen die restlichen Arbeiten für die vollständige Freigabe der Brücke für den Verkehr.