Grubi lädt die ganze Regierung als Zeugen, während Automaten für 9,7 Millionen Euro im Lager stehen
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23.04.2026
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12.04.2026
Bulgarien wird sich an der neuen EU-Finanzhilfe für die Ukraine nicht beteiligen. Das verkündete Premier Rumen Radev, und zwar ohne viel diplomatische Verpackung: „Wie sieht das aus angesichts all dessen, was in Europa passiert? Bulgarien kann sich auf keinen Fall an diesen 70 Milliarden beteiligen“, sagte Radev vor Journalisten im Städtchen Twardiza.
Die Zahl, auf die er reagiert, ist frisch. Beim jüngsten EU-Gipfel bat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die EU um zusätzliche 70 Milliarden Euro für die Verteidigung gegen die russische Invasion im kommenden Jahr.
Radev erinnerte daran, dass die EU der Ukraine im Vorjahr 90 Milliarden Euro für die Kosten 2026 und 2027 bewilligt hatte. Damals setzten drei Mitgliedstaaten - Ungarn, Tschechien und die Slowakei - durch, sich nicht am Kredit zu beteiligen. Bulgarien war damals dabei. Jetzt wechselt es die Seite.
Die Begründung wird jedem bekannt vorkommen, der Budapest und Bratislava zugehört hat: Der Krieg zehre die europäischen Volkswirtschaften aus, schaffe soziale Spannungen und politische Instabilität und müsse daher so schnell wie möglich enden. „Das Ergebnis wird nicht mit militärischen Mitteln erreicht“, sagte Radev - ein Mann, der von 2017 bis zu seinem Rücktritt im Januar 2026 Staatspräsident war und jetzt Premier ist.
Für den Balkan ist das keine kleine Nachricht. Bulgarien ist Mitglied von EU und NATO, ein Schwarzmeerstaat an der Ostflanke des Bündnisses, und folgte bisher der europäischen Linie zur Ukraine. Wenn auch Sofia anfängt nachzurechnen, was Solidarität kostet, stellt sich die Frage, wie lange die Einheit der Union noch hält - und wer als Nächster sagt: „Wir können nicht.“
Für Skopje, dessen europäischen Weg seit Jahren ausgerechnet Sofia im Namen europäischer Werte blockiert, ist das Bild zumindest lehrreich. Europäische Werte gelten, wie sich zeigt, bis die Rechnung kommt.
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