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China behauptet: F-15E vom russischen S-300 abgeschossen, kein Pilotfehler

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Die offizielle Erklärung des Pentagons: Der amerikanische F-15E über Iran wurde durch ein defektes Raketensystem oder Pilotfehler abgeschossen. Chinesische Militäranalysten widersprechen. Sie sagen: technisch unmöglich. Wer die Zahlen kennt, kommt zum gleichen Schluss.

Das Problem ist klar. Der F-15E flog in einer Höhe, die weit außerhalb der Reichweite von schultergestützten Luftabwehrsystemen (MANPADS) liegt. Diese Systeme haben physikalische Grenzen. Einen Jet in dieser Höhe zu treffen ist wie ein Vogel mit einer Schleuder zwei Kilometer unterhalb zu jagen. Die chinesischen Experten kommen auf eine einzige Antwort: das russische S-300-System, das der Iran in seinem Arsenal hat.

Wenn das stimmt, sind die Konsequenzen enorm. Entweder lügt das Pentagon, oder es hat die iranische Luftabwehr ernsthaft unterschätzt. Beides ist schlecht für Washington. Der S-300 ist nicht Russlands neueste Generation, aber offenbar gut genug, um einen der besten amerikanischen Kampfjets auszuschalten.

Auf dem Balkan kennen wir diesen Film. Der Informationskrieg ist längst Teil des echten Krieges. Jede Seite passt die Erzählung für die Heimatfront an. Das Pentagon kann nicht zugeben, dass russische Technologie einen amerikanischen Jet abgeschossen hat. Das würde die Überlegenheitsnarration zerstören. China nutzt den Vorfall, um zu zeigen: die amerikanische Militärmacht hat Grenzen.

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Eines ist sicher: Wenn der S-300 wirklich den F-15E abschoss, ändert das die Kalkulation nicht nur für Iran, sondern für jedes Land, das russische Luftabwehrsysteme anschaffen will. Und solche Länder gibt es nicht wenige, darunter auch einige auf dem Balkan.