Kinder mit Behinderung im Labyrinth gefangen, 10,7 Millionen ohne Grundlage ausgezahlt: die Prüfung der Sozialzentren
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Die Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah ist eine technische Wahrheit - auf dem Papier. Am Boden geht der Konflikt täglich leise weiter. Am Freitag wurden bei israelischen Angriffen im Südlibanon 12 Menschen getötet und 25 verletzt. Unter den Opfern auch ein Kind. Das ist kein „Vorfall", das ist die Realität eines Konflikts, der offiziell „beendet" ist.
Am selben Tag schickte die Hisbollah mehrere Drohnen auf israelische Soldaten im Südlibanon und eine Rakete, die abgefangen wurde. Vier israelische Soldaten wurden leicht verletzt. Dieser Schlagabtausch ist nicht der erste, seit der Iran-Krieg die regionalen Spannungen reaktiviert hat - er ist Alltag. Die Waffenruhe von Mitte April existiert nur in Pressemitteilungen.
Im Kontext zählt eines: Die libanesische Armee und die Regierung in Beirut sind keine aktiven Parteien im Konflikt. Sie sehen zu, wie ihr Territorium bombardiert, mit Raketen beschossen und Antworten provoziert wird. Die Hisbollah agiert als paramilitärische, mit dem Iran verbundene Struktur, aber Libanon als Staat ist formal nicht beteiligt. Das heißt: Wenn die Eskalation weitergeht, steht die libanesische Regierung vor der schwersten Frage - die Paramilitärs zu entwaffnen oder zu akzeptieren, dass das Land zwischen Staat und Miliz geteilt ist.
Für Leser auf dem Balkan ist Libanon das verdichtete Bild dessen, was passiert, wenn ein Staat keine Kontrolle über seine eigenen bewaffneten Gruppen hat. Der Balkan kennt diese Szene aus der eigenen Geschichte - aus den 90ern und auch danach. Wenn paramilitärische Gruppen von ausländischen Mächten finanziert werden, antworten sie nicht der eigenen Regierung. Sie antworten der Kasse, die sie bezahlt.
Die Waffenruhe wurde von Trump vermittelt, durch Gespräche mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun. Jetzt drängt Washington auf direkte Verhandlungen zwischen Israel und Libanon auf höchster Ebene - doch selbst in diesen Gesprächen sitzen Hisbollah und Iran nicht am Tisch. Verhandlungen ohne alle relevanten Akteure - und wir auf dem Balkan kennen sie alle - sind ein abgeschriebenes Dokument, bevor sie überhaupt beginnen.
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