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Debar blieb mittags ohne Wasser, und die Schuld wurde dem Bürger mit dem Gartenschlauch zugeschoben

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Debar blieb mittags ohne Wasser, und die Schuld wurde dem Bürger mit dem Gartenschlauch zugeschoben

Debar hat Quellen mit hochwertigem Trinkwasser - und blieb dennoch mitten am Tag ohne Wasser. Wenn das Sparen allein am Bürger hängt, bricht meist still etwas anderes.

Das kommunale Versorgungsunternehmen „Standard” hat in Debar und Umgebung mehrstündige Wasserbeschränkungen eingeführt, gültig ab dem 1. Juli. Der Grund ist laut Unternehmen der übermäßige Tagesverbrauch, der das System leert - unter anderem die Nutzung von Trinkwasser zur Bewässerung von Gärten und zum Waschen von Höfen und Flächen. Die Beschränkungen sind nach Vierteln gestaffelt: Dolno Kosovrasti (mit dem Thermenkomplex) bleibt von 10 bis 13 Uhr ohne Wasser, Venec 1, Venec 2, Taranik und Ćernanica von 13 bis 16 Uhr.

Das Unternehmen erklärte, die Maßnahme bleibe in Kraft, bis sich die Lage bessert, und appellierte an den rationalen Umgang mit dem Wasser der Rosoki-Quellen, das es als hochwertiges Trinkwasser beschreibt. Der Appell ist verständlich - aber auch zu bequem. Denn das gesamte Gewicht der Lösung fällt auf den Rücken des Bürgers: Du bewässerst nicht, du wäschst den Hof nicht, du sparst. Und was tut das System, bevor das Wasser überhaupt deinen Hahn erreicht?

Das ist die Frage, die wir selten hören, wenn der Sommer Beschränkungen bringt. Debar steht nicht allein - jeden Sommer wiederholt sich in ganz Mazedonien dasselbe Bild: hohe Temperaturen, ein Verbrauchssprung und Notmaßnahmen, als käme die Hitze jedes Jahr überraschend. Das Problem ist, dass viele Gemeinden seit Jahrzehnten die Trinkwasserverluste in ihren eigenen Netzen nicht wirklich in den Griff bekommen. Das Wasser, das durch geplatzte Rohre unter der Erde versickert, taucht in den Appellen nirgends auf - dort ist der Schuldige immer nur der Bürger mit dem Gartenschlauch.

Die Beschränkung wird dauern, bis sich das Wetter abkühlt, und dann werden alle sie vergessen - bis zum nächsten Sommer. Die offene Frage ist, ob überhaupt jemand die Verluste im System misst, oder ob es einfach leichter ist, jeden Sommer denselben Zeitplan und denselben Appell einzuschalten. Denn Wasser, das als hochwertig entspringt, aber mittags nicht am Hahn ankommt, ist nicht das Problem des Verbrauchers - sondern derer, die das Netz jahrelang hätten instand halten sollen.