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DNS auf der Folie verriet den Richter: Anklage wegen 350.000 Euro in der Wand versteckt

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Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Berufungsrichter Gjoko Ristov wegen 350.000 Euro erhoben, die in einer Wand versteckt gefunden wurden. Der entscheidende Beweis: DNS-Spuren auf der Aluminiumfolie, in die das Geld eingewickelt war. Die biologischen Spuren beweisen laut Anklage, dass Ristov die Gelder persoenlich versteckte.

Ristov hatte zuvor behauptet, das Geld gehoere seinen Eltern, die angeblich Land fuer 400.000 Euro verkauft haetten. Einfache Arithmetik wirft Fragen auf: 350.000 Euro in einer Wand, Eltern die fuer 400.000 verkauft haben - und dennoch gehoert die DNS auf der Folie dem Richter, nicht den Eltern.

Der Fall ist bedeutsam ueber die Summe hinaus. Ein Berufungsrichter - jemand der ueber Berufungen urteilt, der die Entscheidungen anderer prueft - beschuldigt, Bargeld in einer Wand versteckt zu haben. Wenn die Hueter des Justizsystems seine Regeln brechen, wer soll den Urteilen noch vertrauen?

Die DNS-Beweise sind stark, doch das Gericht muss entscheiden, ob sie ausreichen. In Mazedonien sind Verfahren gegen Richter selten - und enden noch seltener mit einer Verurteilung. Ristov bekommt seinen Prozess. Die Frage ist, ob die Justiz ebenso rigoros ist, wenn sie ueber die eigenen Leute urteilt.