Der Vodno-Turm ist seit Januar fertig, öffnet aber erst im Juni: Wenn Verspätung zur Norm wird, hören wir auf, sie zu zählen
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Drei Schwestern, drei Hochzeiten, ein und derselbe Designer. Als Eugenia, Carlota und Blanca beschlossen, jede ein Brautkleid beim niederländischen Designer Jan Taminiau zu bestellen, war das kein Zufall - es war eine Art, ihre Verbundenheit in den wichtigsten Tag jeder von ihnen einzuweben. „Unsere Beziehung ist sehr besonders, wir sind unglaublich eng", sagt Blanca.
Alles begann mit Eugenia, die Taminiaus Arbeiten auf Instagram entdeckte und, wie sie sagt, Liebe auf den ersten Blick empfand: „Wenn ich je heirate, dann in einem Jan." Als sie heiratete, ging sie nur zu ihm. Die Schwestern folgten. Eugenia und Carlota heirateten 2026 nur drei Monate auseinander - die eine in Toledo, die andere in Madrid - und da ihre Männer aus demselben Kreis stammten, waren viele Gäste auf beiden Hochzeiten.
Jedes Kleid erzählte eine andere Persönlichkeit, aber in einer gemeinsamen Sprache. Eugenias Kleid war zurückhaltend, mit leicht angehobenem Ausschnitt und strukturiertem Stoff. Carlotas war romantischer, mit U-Boot-Ausschnitt und einer Schleppe, die von der Taille fiel. Blancas war eklektisch, wie sie selbst. Alle drei trugen lange Ärmel, dezente Ausschnitte und geschlossene Rücken.
Doch das Schönste waren die Details, die sie verbanden. Alle drei trugen Ohrringe aus dem Schmuck ihrer Mutter, und für die Schleierzeremonie - eine Familienmantilla aus dem 19. Jahrhundert. Jede Schwester verbarg im Ärmel ein Taschentuch ihrer Großmutter. „Es war nicht leicht, mit so vielen Frauen zusammenzuarbeiten", gibt Eugenia lächelnd zu, denn jede hatte ihre eigene Meinung.
Und der Designer selbst? „Drei Brautkleider für drei Schwestern zu machen war sehr, sehr besonders", sagt Taminiau. In einer Welt, in der die Hochzeitsindustrie ständig zu Größerem, Teurerem, Spektakulärerem drängt, erinnert diese Geschichte an etwas Tieferes: dass der bleibendste Luxus einer Hochzeit nicht das Kleid ist, sondern das, was darin eingenäht bleibt - die Familie.
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