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Die Steuerbehörde startet die dritte Phase der e-Rechnung: Digitalisierung lohnt sich nur, wenn sie dem das Leben erleichtert, der sie nutzt

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Die Steuerbehörde startet die dritte Phase der e-Rechnung: Digitalisierung lohnt sich nur, wenn sie dem das Leben erleichtert, der sie nutzt

Die Behörde für öffentliche Einnahmen hat die dritte Phase des Projekts e-Rechnung gestartet - ein Schritt, der bald die tägliche Arbeit jeder Firma im Land verändern wird. Die Neuerung ist eine Web-Anwendung, die das Testen elektronischer Rechnungen erleichtert.

Anders als die vorherigen Phasen, die auf die Integration von ERP-Systemen und API-Diensten für größere Unternehmen ausgerichtet waren, bringt die dritte Phase eine vereinfachte Weboberfläche. Firmen können das Erstellen, Senden, Annehmen, Ablehnen und Stornieren von Dokumenten testen, mit Unterstützung für 12 Steuerindikatoren auf einer Standardrechnung.

Die Behörde hat eine Zusammenarbeit mit rund 200 ausgewählten Unternehmen aufgebaut, die als Tester fungieren, jedes mit einem zugewiesenen Steueragenten der Behörde für strukturiertes Testen und kontinuierliches Feedback. Bisher wurden rund 30 Schulungsseminare über die Handelskammern abgehalten, Webinare und detaillierte Anleitungen sind ebenfalls angekündigt.

Auf dem Papier ist die Idee gut - die Digitalisierung der Rechnungsstellung sollte Steuerhinterziehung verringern und die Verwaltung beschleunigen. Doch die Erfahrung mit solchen Systemen auf dem Balkan mahnt zur Vorsicht: Zu oft bedeutete „Vereinfachung" neue Pflichten, neue Software und neue Kosten gerade für kleine Firmen, die keine eigenen IT-Abteilungen haben.

Die Behörde fordert alle Unternehmen auf, unabhängig von Größe oder technischer Bereitschaft, das System zu testen und Anmerkungen zu schicken. Und das ist der Test für die Behörde selbst - wird sie jetzt, in der Testphase, wirklich auf die kleinen Unternehmen hören, oder bleiben die Anmerkungen eine Formsache, während das System genau so eingeführt wird, wie es bereits geplant ist? Digitalisierung lohnt sich nur, wenn sie dem das Leben erleichtert, der sie nutzt, nicht nur dem, der sie kontrolliert.