Skip to content

Produktion steigt, Arbeiter schwinden: Die Zahl der Industriebeschäftigten sank in fast allen Sektoren

1 Min. Lesezeit
Teilen
Produktion steigt, Arbeiter schwinden: Die Zahl der Industriebeschäftigten sank in fast allen Sektoren

Während sich die Regierung mit dem Wachstum der Industrieproduktion brüstet, erzählt eine andere Zahl eine leisere, aber ehrlichere Geschichte - die Zahl der Arbeiter in der Industrie sinkt in fast allen Sektoren. Die Produktion mag steigen, aber immer weniger Hände leisten sie.

Laut dem Staatlichen Amt für Statistik ist im Zeitraum Januar bis April 2026 die Zahl der Industriearbeiter im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 3 Prozent gesunken. Allein im April betrug der Rückgang 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Den größten Schlag erleidet der Bergbau - ein Rückgang von 6,8 Prozent. Das verarbeitende Gewerbe verlor 2,2 Prozent seiner Arbeiter. Der einzige Sektor mit Wachstum ist die Versorgung mit Strom, Gas und Dampf - bescheidene plus 1 Prozent.

Auch nach Produktgruppen ist das Bild rot: Energie -1,6, Investitionsgüter -2,3, langlebige Konsumgüter -3,1, Vorleistungsgüter -2,8 Prozent. Das einzige helle Detail sind langlebige Konsumgüter mit einem symbolischen Wachstum von 0,6 Prozent.

Hier prallen zwei Wahrheiten aufeinander, die die Regierung ungern nebeneinanderstellt. Einerseits - die Industrieproduktion sprang im April um 7,6 Prozent. Andererseits - die Zahl der Menschen, die diese Produktion erbringen, sinkt. Bedeutet das mehr Effizienz und Automatisierung, oder schlicht, dass Arbeitsplätze still verschwinden, während die Produktionsstatistik gut aussieht? Die Antwort auf diese Frage ist mehr wert als jeder Prozentwert in einer Pressemitteilung.